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Man Booker Prize geht an Australier Flanagan

Der 53-jährige australische Autor Richard Flanagan gewinnt den renommierten Man Booker Prize für englischsprachige Literatur.

Erst der dritte Australier, der die Ehrung erhält: Richard Flanagan, anschliessend an die Preisvergabe in London.
Erst der dritte Australier, der die Ehrung erhält: Richard Flanagan, anschliessend an die Preisvergabe in London.
Keystone

Der renommierte Man Booker Prize für englischsprachige Literatur geht in diesem Jahr an den Australier Richard Flanagan. Die Auszeichnung erhalte der 53-Jährige für seinen Roman «The Narrow Road to the Deep North», teilte die Jury in London mit. Deren Vorsitzender, Philosoph A. C. Grayling, würdigte die «zutiefst intelligente Humanität» und die «niederschmetternden» Beschreibungen menschlichen Leidens in Flanagans Werk. Es sei eines jener Bücher, «die dir so hart in den Bauch treten», dass man nur schwer wieder weitermachen könne, fügte er hinzu.

Sein Roman handelt von den Erfahrungen seines Vaters, der während des Zweiten Weltkriegs als Kriegsgefangener der Japaner zur Mithilfe beim Bau der Thailand-Burma-Eisenbahn gezwungen wurde. Sein Vater starb kurz nach Vollendung des Manuskripts im Alter von 98 Jahren.

Erstmals nicht nur Commonwealth-Autoren

Flanagan ist nach Thomas Keneally und Peter Carey der dritte Australier, der die mit 50'000 Pfund dotierte Ehrung erhält. Den Preis nahm er am Abend in der Londoner Guildhall aus den Händen von Herzogin Camilla entgegen.

Erstmals kamen Autoren jeglicher Nationalität für den wichtigsten britischen Literaturpreis infrage, sofern ihr Werk in englischer Sprache verfasst und in Grossbritannien veröffentlicht wurde. Bislang waren lediglich Schriftsteller aus dem Vereinigten Königreich, Irland und dem Commonwealth – darunter Australien – berücksichtigt worden.

SDA/kpn

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