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Mehr Umsatz dank «Fifty Shades of Grey»

Der Welterfolg des Sado-Maso-Romans beschert nicht nur Sexshops eine Riesennachfrage nach Accessoires wie Peitschen und Handschellen. Auch die Musik oder Bücher, die erwähnt werden, finden reissenden Absatz.

Autorin E. L. James signiert ein Exemplar ihres Bestsellers.
Autorin E. L. James signiert ein Exemplar ihres Bestsellers.
Keystone

So führt «Spem in alium» des britischen Renaissance-Komponisten Thomas Tallis, das in dem Buch der Autorin E. L. James erwähnt wird, mittlerweile die Klassik-Hitliste in Grossbritannien an. Ein Frauenorchester machte sich zudem daran, die gesamte Musik aus «Fifty Shades» neu aufzunehmen.

Im Londoner Sexshop «Sh!» sind inzwischen die Peitschen ausverkauft – «wir haben zahlreiche Anrufe von Männern bekommen, die ziemlich nervös waren und wissen wollten, ob wir die in dem Buch benutzten Gegenstände haben», berichtete eine der Verkäuferinnen, Joanna Wierzbicka. In den USA und Grossbritannien legten zwei Modedesigner zudem eine Kollektion auf, die von dem SM-Roman inspiriert ist.

Zwiespältiger Erfolg

Auch eine Verfilmung ist bereits in Arbeit: So investierten die Produktionsfirmen Universal und Focus Features bereits mehrere Millionen Euro in das Projekt, das jedoch «ganz in seinen Anfängen steckt», wie der Agent von E. L. James erklärte.

Für die Buchhändler ist der Erfolg der Trilogie, deren erster Teil bereits ins Deutsche übersetzt wurde und auch hierzulande ein Bestseller ist, zweischneidig. Einerseits verdreifachte sich etwa beim britischen Amazon-Ableger die Nachfrage nach dem Buch «Tess of the d'Urbervilles» von Thomas Hardy, weil es von dem Protagonisten des James-Romans seiner Partnerin geschenkt wird.

Andererseits sah etwa der Verlagsriese Penguin seine Gewinne im ersten Halbjahr um 50 Prozent einbrechen. «Fifty Shades», das bei Random House verlegt wird, habe «ganz einfach den Markt ausgetrocknet», erklärte Pearson-Chefin Marjorie Scardino. Von dem Buch wurden bislang weltweit fast 40 Millionen Exemplare verkauft.

SDA

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