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Mit Hitler durchhalten – oder mit ihm untergehen

Der britische Historiker Ian Kershaw erklärt in seinem Buch «Das Ende», warum das Dritte Reich bis zum Schluss funktionierte.

Wurde mit seiner umfassenden Biografie Hitlers berühmt: Ian Kershaw.
Wurde mit seiner umfassenden Biografie Hitlers berühmt: Ian Kershaw.
Reuters

Nach der erfolgreichen Landung in der Normandie im Juni 1944 dachten die Alliierten, der Krieg sei bis Weihnachten zu Ende. Es sah so aus, als könnten die Deutschen den Winter nicht überstehen. Doch die deutschen Truppen hielten durch bis Mai 1945. Warum haben sie so lange weitergekämpft?

Der britische Historiker Ian Kershaw, der mit seiner zweibändigen Biografie über Adolf Hitler berühmt geworden ist, untersucht in seinem neuen Buch die selbstzerstörerische Dynamik des NS-Regimes in der letzten Kriegsphase. Im Gegensatz zu Joachim Fest, der in seiner durch Bernd Eichinger und Oliver Hirschbiegel verfilmten historischen Skizze «Der Untergang» (2002) das apokalyptische Ende des NS-Regimes aus der Perspektive von Hitlers Führerbunker in Berlin beschrieben hat, richtet Kershaw seinen Blick auf die ganze Gesellschaft und analysiert dabei die Strukturen und Mentalitäten, die das Räderwerk des Herrschaftssystems bis zum Schluss in Gang hielten.

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