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Muschgs erneute Abrechnung mit Blocher

Einst erklärte Christoph Blocher den Schriftsteller Adolf Muschg zum «Volksfeind». In seinem neuen Roman rechnet Muschg mit dem «unholden Vater des Vaterlandes» ab.

Christoph Blocher zur Romanfigur gemacht: Adolf Muschg.
Christoph Blocher zur Romanfigur gemacht: Adolf Muschg.
Keystone

In diesen Tagen erscheint der neue Roman von Adolf Muschg. Darin spielt auch Christoph Blocher eine Rolle, was in den bisherigen Rezensionen bloss am Rande erwähnt wurde – obschon das Verhältnis zwischen Muschg und Blocher eine brisante Vorgeschichte hat.

1997 veröffentlichte Adolf Muschg ein kleines Büchlein unter dem Titel «Wenn Auschwitz in der Schweiz liegt». Es blieb von der breiten Öffentlichkeit nur wenig beachtet – bis Christoph Blocher einen einzigen Satz daraus publik machte: «Es brauchte keinen bösen Blick mehr dazu, im einst realen Auschwitz etwas von der Fassade der heute nicht mehr ganz realen Schweiz wahrzunehmen: den Geranienschmuck vor den Fenstern, die peinliche Sauberkeit, wo es drauf ankam...» Parallelen mit dem Schweizer Geranienschmuck und Auschwitz herzustellen, das war ein gefundenes Fressen für den SVP-Politiker, ebenso wie das angebliche Zitat Muschgs: «Die Neutralität ist unanständig wie ein Furz.»*

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