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Nazi-Beute geht ans Thomas-Mann-Archiv nach Zürich

Vor 75 Jahren stahlen die Nazis aus der Privatbibliothek des Schriftstellers Thomas Mann seine Übersetzungen. Jetzt gibt Deutschland die Bücher an das Thomas-Mann-Archiv in Zürich zurück.

Die Bayerische Staatsbibliothek gibt am Mittwoch, 19. November, dem Thomas-Mann-Archiv in Zürich 75 Bände aus der Privatbibliothek des Schriftstellers zurück. Die Werke wurden 1933 von den Nationalsozialisten beschlagnahmt.

Im August 1933 wurde das Haus Thomas Manns in München von den Nationalsozialisten (NS) beschlagnahmt. In den Monaten zuvor gelang es der Familie, etwa zwei Drittel ihrer dort untergebrachten Privatbibliothek nach Zürich in Sicherheit zu bringen. Der Rest fiel in die Hände der NS-Behörden.

«Zauberberg»-Übersetzungen

Bei den Bänden handelt es sich um Übersetzungen der Werke Thomas Manns in verschiedenste Sprachen aus den ersten drei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, wie die Bayerische Staatsbibliothek am Mittwoch mitteilte. Seit 2003 fahndet diese mit Nachdruck nach Raubgut der Nationalsozialisten in ihrem Verantwortungsbereich.

Zu den nun zurückkehrenden Bänden gehören etwa Übersetzungen der grossen Romane «Die Buddenbrooks» oder «Der Zauberberg», wie es in der Mitteilung weiter heisst. In zwei Bänden finden sich überdies Unterschriften von Thomas Mann. Ausserdem tragen mehrere Bände Widmungen der Übersetzer an den Autor.

SDA/phz

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