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Philosophieren ist in, Schamhaare sind out

Die Schülerin Katharina Weiss lässt in ihrem Buch «Generation Geil» Altersgenossen aus ihrem Alltag berichten und stellt fest: Die Erwachsenen haben nichts begriffen.

Weiss, was die Jugend bewegt: Katharina Weiss.
Weiss, was die Jugend bewegt: Katharina Weiss.

Noch nie stand es um die Jugend so schlimm wie heute, meinte schon Aristoteles. Und an diesem Zustand hat sich in zweitausend Jahren nichts geändert. Was sich aber verändert hat, sind die Diagnoseinstrumente für diesen vermeintlichen Zustand, der sich heute als permanenter medialer Alarmismus äussert. Und so finden die Erwachsenen immer neue Labels für alles, was ihnen bei den Jungen suspekt erscheint: Es sei eine Generation von Facebook-Junkies, Flatrate-Säufer und Casting-Show-Opfern, so liest man. Man muss kein Medienprofessor sein, um sich ausmalen zu können, dass dieses Bild nicht ganz der Wirklichkeit entspricht. Wer herausfinden will, wie es um die Jugend heute tatsächlich steht, fragt sie wohl am besten selbst. Das jedenfalls sagte sich Katharina Weiss, eine sechzehnjährige Gymnasiastin aus der Nähe von München. Frustriert von der negativen Medienberichterstattung ging sie auf Pirsch bei ihren Freunden, stellte Fragen und protokollierte die Gespräche mit der Absicht, Vorurteile auszuräumen und ein authentischeres Bild ihrer Generation zu zeichnen. Sie sammelte das Ganze, fasste es in einem Buch zusammen und publizierte es unter dem Titel «Generation Geil».

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