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Rolf Hochhuth verlässt wegen Grass-Gedicht die Berliner Akademie der Künste

In einem offenen Brief erklärte der 81-jährige deutsche Dramatiker gestern seinen Austritt aus der Institution.

Sieht sich in seiner Sorge bestätigt: Dramatiker Hochhuth.
Sieht sich in seiner Sorge bestätigt: Dramatiker Hochhuth.
Keystone

Nach übereinstimmenden Berichten der Zeitungen «Die Welt» und «Tagesspiegel» wirft Hochhuth den Mitgliedern der Akademie Antisemitismus vor. Diese hätten sich auf der Vollversammlung am Samstag auf Grass' Seite geschlagen und ihn selbst als Grass- Kritiker niedergeschrieen.

In seinem Schreiben mit dem Titel «Ich weigere mich, zwischen Antisemiten zu sitzen» legt der Dramatiker laut der Zeitung «Die Welt» dar, wie er vergeblich versucht habe, eine Diskussion über das Grass-Gedicht von der Tagesordnung der Vollversammlung streichen zu lassen.

«Auf Kosten Israels»

Seine Angst, die Diskussion werde «einseitig zugunsten des Iran und der Palästinenser auf Kosten Israels» ablaufen, habe sich als nur allzu berechtigt erwiesen», hiess es weiter.

In seinem Gedicht «Was gesagt werden muss» hatte Literaturnobelpreisträger Grass Israel vorgeworfen, mit seiner Iran-Politik den Weltfrieden zu gefährden. Der Literaturnobelpreisträger wurde wegen des Gedichts selbst scharf kritisiert.

SDA

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