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«Und plötzlich klingts nach einem amerikanischen Krimi»

Patrick Modiano ist der neue Literaturnobelpreisträger. Elisabeth Edl kennt ihn sehr gut – sie ist seine Übersetzerin.

«Dieses Paris hat nie aufgehört, mich zu verfolgen, und meine Bücher sind manchmal in sein verschleiertes Licht getaucht»: Patrick Modiano in Stockholm. (7. Dezember 2014)
«Dieses Paris hat nie aufgehört, mich zu verfolgen, und meine Bücher sind manchmal in sein verschleiertes Licht getaucht»: Patrick Modiano in Stockholm. (7. Dezember 2014)
AP Photo
Der Gewinner des Literaturnobelpreises 2014: Der Franzose Patrick Modiano. (7. Oktober 2003)
Der Gewinner des Literaturnobelpreises 2014: Der Franzose Patrick Modiano. (7. Oktober 2003)
AFP
Punkt 13 Uhr: Peter Englund von der Svenska Akademien vor der Verkündung des Preisträgers. (9. Oktober 2014)
Punkt 13 Uhr: Peter Englund von der Svenska Akademien vor der Verkündung des Preisträgers. (9. Oktober 2014)
AFP
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Haben Sie mit der Wahl gerechnet? Ich habe die Wahl schon verfolgt. Ich habe im Vorfeld ja auch gesehen, dass er von den Wettmachern zu den Mitfavoriten gezählt wurde. Aber gerechnet habe ich nicht mit der Wahl – aber ich freue mich natürlich enorm gerade. (lacht) Eine sehr verdiente Auszeichnung.

Haben Sie ihn persönlich getroffen? Ja, mehrmals. Ein sehr höflicher, sehr stiller Mann. Zuletzt haben wir uns in Paris über eines meiner Übersetzungsprojekte unterhalten. Es ging um seinen Debütroman «La Place de l'Etoile», der von einem wütenden jungen Mann handelt. Er war ein wenig überrascht, dass ich dieses für ihn inhaltlich wie stilistisch so ferne Werk nun auch noch übersetzen wollte. Meistens korrespondieren wir aber brieflich. Erst gestern habe ich wieder einen Brief von ihm bekommen… jetzt wird er für unseren Briefwechsel wahrscheinlich ein bisschen zu absorbiert sein. (lacht)

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