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Genie, Nerd oder bloss nervig?

US-Autor Joshua Cohen erzählt in «Buch der Zahlen» die Geschichte des Internets – mit den Mitteln der Postmoderne.

Martin Ebel
Joshua Cohen wird mit Philip Roth und David Foster Wallace verglichen. Foto: Marion Ettlinger
Joshua Cohen wird mit Philip Roth und David Foster Wallace verglichen. Foto: Marion Ettlinger

«Schickt mir Pornos!», fleht Joshua Cohen seine Freunde im fernen New York an. Er mailt aus einem exquisiten Hotelturm in Abu Dhabi, und natürlich sind in den Emiraten alle einschlägigen Internetsites gesperrt. Joshua Cohen ist pornosüchtig. Er ist ausserdem geltungssüchtig, erfolgssüchtig, egoman, ein Zyniker, Trickser und Lügner. Und ausgesprochen sympathisch. Und sehr, sehr verrückt. Er legt sich mit einem Araber an, der seine Frau grün und blau schlägt, prügelt sich mit ihm im Fahrstuhl und schafft es, die Frau, von der er wenig mehr gesehen hat als das Zelt, in dem sie steckt, ins Bett zu bekommen.

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