Zum Hauptinhalt springen

Uwe Tellkamp erhält Deutschen Buchpreis

Der Roman «Der Turm» über den Untergang der DDR ist als beste Neuerscheinung im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet worden. Für den Deutschen Buchpreis 2008 war auch der Schweizer Rolf Lappert nominiert.

Uwe Tellkamp bekommt in diesem Jahr den Deutschen Buchpreis. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels zeichnete den Autoren in Frankfurt am Main für das Werk «Der Turm» mit dem mit 25'000 Euro dotierten Preis aus. Die übrigen fünf nominierten Schriftsteller erhalten jeweils 2500 Euro. Der Preis wurde zum vierten Mal vergeben. Er orientiert sich an Vorbildern wie dem englischen Man Booker Prize und dem französischen Prix Goncourt.

Rolf Lappert: Der Schweizer in der Finalrunde

Die Jury hatte zum Schluss die Auswahl unter sechs Romanen, die in die Finalrunde kamen. Nominiert waren neben Tellkamp noch: Dietmar Dath («Die Abschaffung der Arten»), Sherko Fatah («Das dunkle Schiff»), Rolf Lappert («Nach Hause schwimmen»), Ingo Schulze («Adam und Evelyn») und Iris Hanika («Treffen sich zwei»).

Wäre es nach den Lesern der Online-Ausgabe der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (FAZ) gegangen, hätte Lappert den Deutschen Buchpreis bekommen. In einer Umfrage erhielt der Schweizer Schriftsteller 31,35 Prozent der Stimmen. Uwe Tellkamp erhielt 26,93 Prozent und kam auf Platz 2 der Online-Umfrage der FAZ.

Rolf Lappert kann nun auf den mit 50'000 Franken dotierten Schweizer Buchpreis hoffen, für den er ebenfalls nominiert ist. Der Preis wird erstmals am 16. November vergeben.

Liste mit prominenten Namen

Die Jury hatte 161 Titel zur Auswahl, die zwischen dem 1. Oktober 2007 und dem 17. September 2008 erschienen sind. Die sechs Schriftsteller wurden von einer Jury aus der Longlist von zunächst 20 vorgeschlagenen Romanen ausgewählt. Auf der langen Liste hatten auch so prominente Schriftsteller wie Peter Handke, Martin Walser, Karen Duve, Uwe Timm oder Feridun Zaimoglu gestanden.

Der Deutsche Buchpreis wird jedes Jahr als Auszeichnung für den besten deutschsprachigen Roman vergeben. Um Unabhängigkeit und Transparenz bei der Preisvergabe zu sichern, wurde eine «Akademie Deutscher Buchpreis» berufen; die elf Mitglieder kommen aus der Buch- und Medienbranche. Das Gremium bestimmt die jährlich wechselnde Jury, die den Preisträger in mehreren Auswahletappen kürt. Der Preis wird traditionell am Vorabend der Frankfurter Buchmesse verliehen.

AP/vin

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch