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«Weg mit den Preisen, mehr Diskussionen»

Dorothee Elmiger reüssierte 2010 am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb, dessen diesjährige Ausgabe morgen beginnt. Ein Gespräch über Literatur im Fernsehen, den Event Klagenfurt und eine aufgeschlitzte Stirn.

«Sehr angespannt»: Dorothee Elmiger am Bachmann-Wettbewerb 2010.
«Sehr angespannt»: Dorothee Elmiger am Bachmann-Wettbewerb 2010.
Keystone
Prämiert: Elmiger erhielt für ihre Lesung aus «Einladung an die Waghalsigen» den 2. Bachmann-Preis, den Kelag-Preis.
Prämiert: Elmiger erhielt für ihre Lesung aus «Einladung an die Waghalsigen» den 2. Bachmann-Preis, den Kelag-Preis.
Keystone
...und Matthias Nawrat.
...und Matthias Nawrat.
Bachmannpreis.eu
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Morgen beginnen die Liveübertragungen der Klagenfurter Literaturtage. Dorothee Elmiger, eignet sich das Medium Fernsehen zur Vermittlung von Literatur? Schwierige Frage. Für mich ist Literatur immer noch mit dem Lesen verbunden, sie braucht eine gewisse Ruhe. Das Fernsehen dagegen verlangt grossteils nach Spektakel und Sensation; der Literatur, die mich interessiert, kommt das nicht zugute. Für eine vertiefte Diskussion über Bücher mangelt es meiner Meinung nach im Fernsehen meistens an Geduld – seitens der Diskutierenden, aber auch seitens des Publikums; das Fernsehen darf nie langweilig sein, die für eine Gesprächsentwicklung nötige Ruhe fehlt. Die Momente sind folglich rar, an denen bei den Übertragungen aus Klagenfurt oder auch beim «Literatur-Club» eine tatsächliche Vermittlung stattfinden kann.

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