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«Wir jungen Deutschen, wir wachen, siegen oder sterben»

Die deutsche Schriftstellerin Luise Rinser stilisierte sich nach dem Zweiten Weltkrieg zur «deutschen Jeanne d'Arc». Eine neue Biografie zeigt nun, dass sie sehr wohl mit den Nazis kooperierte.

Wäre am 30. April 100 Jahre alt geworden: Die deutsche Autorin Luise Rinser.
Wäre am 30. April 100 Jahre alt geworden: Die deutsche Autorin Luise Rinser.
Keystone
Luise Rinser bewunderte ihn: Der nordkoreanische Diktator Kim Il-sung.
Luise Rinser bewunderte ihn: Der nordkoreanische Diktator Kim Il-sung.
Keystone
Versuchte ihr Leben schönzuschreiben: Eine verhärmte Luise Rinser im Alter.
Versuchte ihr Leben schönzuschreiben: Eine verhärmte Luise Rinser im Alter.
Keystone
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Mit dem «Gefängnistagebuch» von 1946 schrieb sich Luise Rinser zur Widerstandskämpferin gegen das Dritte Reich auf. Das Buch wurde zur Schullektüre, die Autorin berühmt und beliebt: Die über dreissig Bücher, die sie zu Lebzeiten veröffentlichte, verkauften sich millionenfach. Mit ihren Schriften untermauerte sie ihre Karriere als linkskatholische Autorin. Diese Aura brachte ihr 1984 gar eine Kandidatur zur deutschen Bundespräsidentin durch die Grünen ein. Sie unterlag dann Richard von Weizsäcker.

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