Zwischen Bern und Jungfraugebiet

Das älteste Buch der deutschen Sprache steht im Zentrum von Franz Hohlers Roman «Das Päckchen». Schauplätze sind die Berner Altstadt und die Berglihütte im Jungfraugebiet.

<b>Franz Hohler.</b>

Franz Hohler. Bild: zvg

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Franz Hohlers Roman «Das Päckchen» ist ein bisschen Krimi, ein bisschen Historienroman, ein wenig Abenteuergeschichte: Der Autor lässt darin einen Bibliothekar auf Dienstreise in Bern einen Anruf in einer öffentlichen Telefonzelle entgegennehmen.

Kurz darauf kommt er in den Besitz eines geheimnisvollen Päckchens mit einer alten Handschrift und verrennt sich immer mehr in ein Lügengespinst.

Hohler legt einen Faden aus, der im 8. Jahrhundert spielt, verknüpft ihn kühn mit Erlebnissen aus dem Zweiten Weltkrieg, der Gletscherwelt im Jungfraugebiet und der Berner Altstadt. «Das Päckchen» erscheint ab heute als Fortsetzungsroman an dieser Stelle.

Im Interview mit dieser Zeitung verriet der 74-jährige Autor, dass er jedes Jahr mit einem Bergführer eine Tour mache: «Letzten Sommer gingen wir von der Berglihütte aus aufs Walcherhorn. Die Berglihütte ist etwas ganz Spezielles – eine Hütte aus früheren Zeiten. Das blieb bei mir hängen und kam mir entgegen für den Roman.»

In der Jungfrauregion habe er alle Berge bestiegen, sagt Hohler: «Eiger, Mönch und Jungfrau – den Eiger über den Mittellegigrat. Auch das Fiescherhorn, das Finsteraarhorn und das Agassizhorn, als es die Petition gab für die Umbenennung.

Der Konkordiaplatz, wo fünf Gletscher ineinanderfliessen, ist etwas Unglaubliches. Es ist immer ein starkes Erlebnis, diese arktische – oder antarktische – Welt in der Schweiz zu sehen, solange es sie noch gibt.»

Hohler war lange Zeit Kabarettist, tritt jedoch heute nicht mehr auf. Als Schriftsteller ist er indes noch immer äusserst aktiv. Er ist in Biel geboren, in Olten aufgewachsen und lebt heute in Zürich-Oerlikon. Für sein Werk wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. (zas/ass)

Erstellt: 07.12.2017, 14:46 Uhr

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