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«Die Gier verschlingt alles»

Die «Lachenden Chinesen» von Yue Minjun sind weltberühmt. Auch im Heimatland wird seine Kunst viel gekauft und kopiert. Das neue China hat ihn reich gemacht – aber nicht fröhlicher.

Yue Minjuns lachende Gesichter haben nichts von ihrer Relevanz verloren. «Ich muss sie weiter malen», sagt er.
Yue Minjuns lachende Gesichter haben nichts von ihrer Relevanz verloren. «Ich muss sie weiter malen», sagt er.
Reuters
Yue Minjun vor seinem Werk «L'ombre d'un fou rire» in Paris, November 2012.
Yue Minjun vor seinem Werk «L'ombre d'un fou rire» in Paris, November 2012.
AFP
Yue Minjun bei einer Ausstellung im Today Art Museum in Bejing, März 2009.
Yue Minjun bei einer Ausstellung im Today Art Museum in Bejing, März 2009.
Reuters
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Der Tod, sagt Yue Minjun, sei jetzt ein Problem für ihn. Er ist gerade 50 geworden. Die Nächte durchmachen, die Gelage mit den Freunden, auf einmal geht das nicht mehr wie früher. Er serviert grünen Tee und Trauben unter dem grossen Baum im Hof. Drinnen, im Atelier, auf dem Tisch, steht ein Totenschädel. Auf den Leinwänden davor und an der Wand: Totenschädel auf bekleideten Körpern. Grinsende Schädel, die jeden anblecken, der sie betrachtet und denkt, er stünde mitten im Leben. Ausgestellt hat er die Bilder noch nicht, er hat die Serie erst begonnen. Vielleicht wird er sie aber auch nicht beenden.

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