Herbert Grönemeyer kritisiert Bono

Die Aktion der Band U2, ihr neues Album über Apple zu verschenken, sei «respektlos gegenüber den hart arbeitenden Kollegen», sagt der Sänger.

«Als ich das gehört habe, war ich geschockt»: Herbert Grönemeyer (2. Juli 2005).

«Als ich das gehört habe, war ich geschockt»: Herbert Grönemeyer (2. Juli 2005).

(Bild: Keystone)

Sänger Herbert Grönemeyer hat die Entscheidung von U2, ihr neues Album über Apple zu verschenken, scharf kritisiert: «Ich kenne Bono ziemlich gut. Aber ich muss sagen, als ich das gehört habe, war ich geschockt», sagte er am Donnerstag auf dem Reeperbahnfestival.

«So eine Aktion von einer so grossen Band, deren Mitglieder alle Millionäre sind, ist respektlos gegenüber den hart arbeitenden Kollegen.» Dies gelte gerade in heutigen Zeiten, in denen es darum gehe, der Musik wieder einen Wert zu geben.

Apple hatte das neue U2-Album «Songs of Innocence» kürzlich nicht nur seinen 500 Millionen Kunden geschenkt, sondern auch ungefragt in deren Mediatheken platziert und damit jede Menge Protest ausgelöst.

Grönemeyer, einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Künstler und Chef der Plattenfirma «Grönland Records», erklärte zudem, kein Fan von Streaming-Angeboten oder des neuen Videodienstes Netflix zu sein: «Das ist, wie wenn Du zehn Euro zahlst und dafür in allen Hamburger Restaurants essen darfst. Das ist völlig verrückt.».

sda

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt