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Das Aarephantom, Teil 6: Das Finale

Ist ein Hundeleben mit Geld aufzuwiegen? Das ist der sechste und letzte Teil des Aare-Krimis der Kulturredaktion.

Was bisher geschah: In der Aare findet Schleusenwärter Sebastian Balsiger wiederholt alten Bierflaschen. Darin sind jeweils 1000 Franken und ein Zettel, an wen die Spende gehen soll. Ganz Bern rätselt darüber, wer der Spender sein könnte. Lesen Sie hier die bisher erschienenen Teile nach.

Das Rauschen unterhalb der Schleuse ist fast so laut wie der Westwind, der in diesen Tagen durch Frieders Träume bläst und Vergangenes, Vergessenes, Verdrängtes aufwühlt. Ein wenig faulig riecht das Flusswasser heute, er weicht der Gischt aus, erreicht die Brücke, die hinüberführt zum Wärterhäuschen. Sebastian ist nicht da. Aber auch kein anderer. Frieder beschliesst zu warten. Ein Stück aareabwärts setzt er sich unter einen ausladenden Kastanienbaum auf die Bank, schliesst die Augen, lauscht dem Rauschen. Es stinkt, er holt sein Stofftaschentuch hervor, hält es sich vor die Nase. Von wegen saubere Aare. Mit der Zeit muss er eingenickt sein, jetzt tippt ihm jemand auf die Schulter: «Sie haben da was verloren.» Ein älterer Mann streckt ihm das Taschentuch hin, das wohl zu Boden gefallen ist.

Illustrationen: iStock/Bearbeitung BZ
Illustrationen: iStock/Bearbeitung BZ

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