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Der dritte Deutsche und das Problem mit dem Sex

Gabriel Vetter über Liebe unter Robotern und die Überflüssigkeit des Menschen.

Unser Kolumnist Gabriel Vetter.

Unser Kolumnist Gabriel Vetter.

(Bild: Hazel Brugger)

Gabriel Vetter@gabrielvetter

Das Fraunhofer Institut in München veröffentlichte diese Woche eine Umfrage, wonach jeder dritte Deutsche kein Problem damit hätte, Sex mit einem Roboter zu haben. Nun kann man dieses Resultat auf zweierlei Arten interpretieren: Positivistisch ist dies das mathematisch ideale Resultat, da es perfekt aufgeht: Einer von drei Deutschen hat Sex mit einem Roboter, und die verbliebenen zwei haben einfach Sex miteinander. Andererseits könnte man es auch dahingehend interpretieren, dass der dritte Deutsche überhaupt nur deswegen in erotischen Belangen mit einem Roboter rumschnackseln muss, weil er von den anderen zwei Deutschen als drittes Rad am Bettkasten von jeher nichts abkriegt, Stichwort Incel, Stichwort Einsamkeit, Stichwort Jessas. Wobei Roboter ja gerade dialektisch die Lösung sind für jegliche Existenzängste des Menschen.

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