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Die Welt ist ungerecht

Grosse Fragen: Warum ist Recht ungleich Gerechtigkeit? Martino Mona, Professor für Strafrecht und Rechtsphilosophie, über Abwägungen zwischen Sicherheit und Freiheit und einen notwendigen Perspektivenwechsel.

Zwischen Zynikern und Idealisten: Statue der Justitia in Frankfurt.
Zwischen Zynikern und Idealisten: Statue der Justitia in Frankfurt.
Reinhold Huegerich, Keystone

Recht sollte gleich Gerechtigkeit sein. Recht ist nur in zwei Fällen ungleich Gerechtigkeit: Wenn der Wille fehlt, Gerechtigkeit zu schaffen, oder wenn die Fähigkeit fehlt, Gerechtigkeit zu schaffen.

Es kommt gar nicht so selten vor, dass Recht deshalb tatsächlich ungleich Gerechtigkeit und mithin ungerechtes Recht ist, weil diejenigen, die das Recht setzen und gestalten, der Überzeugung sind, dass Recht mit Gerechtigkeit nichts zu tun hat. Das ist die Gruppe der Zyniker, die sich zuweilen selber etwas hochtrabend Realisten nennen, in Abgrenzung zu den naiven Idealisten oder Gutmenschen, die an Gerechtigkeit glauben.

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