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Falsche Medienhelden

Der Schweizer Tom Kummer sprach mit Courtney Love über Genitalien, mit Mike Tyson über Nietzsche, mit Charles Bronson über Gartenanbau und Sharon Stone liess ihn gar zwischen ihre Beine schauen. Bloss: Die Interviews mit den Stars, die im Magazin der «Süddeutschen» erschienen, waren grösstenteils erfunden. Die beiden Chefredaktoren verloren ihren Job. Heute arbeitet Kummer, nachdem er der Berliner Zeitung alte Reportagen verkaufen wollte, als Tennislehrer in Los Angeles. Apropos: Am 21. Oktober kommt «Bad Boy Kummer» in die Kinos: Ein Film von Miklós Gimes über das weggeworfene Leben eines grossen Talents und über die Frage, was Wahrheit ist.
Auch Mick Jagger wurde ungewollt in eine Fälschung verwickelt. Der deutsche Journalist Robert Macher hat aus verschiedenen Texten ein Interview gebastelt und es mit pikanten Details angereichert. Das Resultat verkaufte er an den «Blick».
Auch das «Schweizer Fernsehen» führte Michael Born an der Nase herum. Genau wie «VOX», «ARD», «RTL», «Pro Sieben» und «RTL 2». Ein Bericht über Drogenschmuggel in der Karibik hier, Gruselbilder von schwarzen Messen dort oder Aufnahmen von Asylschleppern; Born war immer «live» dabei. Bis er aufflog. Im Dezember 1996 wurde er zu vier Jahren Haft verurteilt.
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