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Hui, das ging in die Hose!

Boulevard-Schlagzeilen sind entweder genial – oder grottenschlecht. Beides ist unterhaltend.

Dubiose Recherchemethoden, skrupellose Witwenschüttler und aufdringliche Paparazzi – das Wesen des Boulevardjournalismus steht nicht erst seit dem Skandal um die Zeitung «News of the World» in der Kritik. Doch der Boulevard hat auch seine guten Seiten. Zum Beispiel die Schlagzeilen, die im besten Fall Sprachspiele sind, für die sich ein Shakespeare nicht hätte schämen müssen. Allerdings macht sich auch hier das Sommerloch bemerkbar. So las man in den letzten Tagen Überschriften wie «Hier wird die Carla bruni!» (Carla Bruni sonnt sich am Strand). Oder «Hui, Kate trägt ja (Ka)nada!» (Kate Middleton im Sommerkleid in Kanada). Und leicht variiert: «Ahuiuiui, Matrose Moss!»

Hui, das ging in die Hose! Vielleicht wirkt sich Hitze negativ auf Kreativität aus. Jedenfalls ging es auch schon besser. «Yes, we Stan!» (der «Blick» zu Stan Wawrinka) oder «Tami guet, wer ist dieser Mann?» (zu Erfolgstrainer Pierluigi Tami). Und natürlich erinnern wir uns an die legendäre Schlagzeile der «Bild»-Zeitung, als Joseph Ratzinger Papst wurde («Wir sind Papst!»). Das war fast genial, wenn auch «The Sun» einen draufsetzte: «From Hitler Youth to Papa Ratzi».

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