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Konrad Hummlers Ärger mit einem kleinen Kulturmagazin

Das St. Galler Magazin «Saiten» veröffentlichte ein kritisches Porträt des Bankers Konrad Hummler. Dieser schlug gehässig zurück. Jetzt bereut er seinen «Temperamentsausbruch».

Nimmt Inserateboykott zurück: Bankier Konrad Hummler.
Nimmt Inserateboykott zurück: Bankier Konrad Hummler.
Keystone

Auf Seite 10 des aktuellen St. Galler Monatsmagazins «Saiten» ist ein ungewöhlicher Leserbrief abgedruckt. Konrad Hummler, Geschäftsführer und Teilhaber der erfolgreichen St. Galler Privatbank Wegelin und NZZ-Verwaltungsrat, kündet erbost die Stornierung des Inserateauftrags seiner J. S. Bach-Stiftung an. Die Stiftung hat zuvor in jeder Ausgabe ein viertelseitiges Inserat platziert. Zudem lässt sich Hummler über die Qualität des einst «frechen», mit «träf-gekonntem» Journalismus beseelten Hefts aus: «Was wir heute zu lesen bekommen, ist ein aufgemotzter Dorfkalender, inseratemässig finanziert von den inflationär um sich greifenden, oft nur mässig besuchten, hochsubventionierten Veranstaltungen, drapiert mit zusammengekleistertem schlechtem Fotomaterial und nicht einmal halbwegs lustigen Cartoons, das kulturelle Alibi redaktionell zusammengekratzt mit Möchtegern-Meienberg-Material. Meienberg ist tot; er hat im Dorf nur Würstchen hinterlassen.»

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