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Lachen über Corona – Folge 2

Hazel Brugger kündigt Jobwechsel an, Patti Basler bangt um Auftritte: Unsere neue Sammlung mit Corona-Humor.

Wer riskiert angesichts von Corona eine grosse Klappe? Ausschnitt aus dem Cover des aktuellen «New Yorker».
Wer riskiert angesichts von Corona eine grosse Klappe? Ausschnitt aus dem Cover des aktuellen «New Yorker».

Seit mehr als einer Woche bestimmt das Corona-Virus unseren Alltag. Und auch wenn alle neu verordneten Massnahmen wohl sinnvoll sind, brauchen die meisten von uns irgendwann einfach mal eine Pause, um etwas Abstand vom Virus zu gewinnen – vielleicht mit etwas Corona-Humor. Hier unser neues Best-of.

1. Korrekt informieren:

Donald Trump ist noch immer das beliebteste Sujet für Corona-Komik. Aber wer nur humoristisch nur auf den US-Präsidenten zielt, macht es sich etwa zu leicht. Denn selbst für umsichtige Politiker ist die Sache nicht so einfach, wie das folgende Video aus Kalifornien zeigt. Es dokumentiert eine Rede, mit der über eine der wichtigsten Vorsichtsmassnahmen – sich nicht ins Gesicht fassen – informiert werden sollte.

Sara Cody, Gesundheitsdirektorin des kalifornischen Santa-Clara-Countys, informiert.

2. Trump-Witze:

Selbstverständlich hat Donald Trump fast jeden Witz verdient, den man in Sachen Corona über ihn macht. Spätestens seit der US-Präsident beabsichtigt, einen Monat lang die US-Grenzen für EU-Bürger zu schliessen. Late-Night-Hosts wie Trevor Noah von der «Daily Show» haben diese Ansage genüsslich zerzaust, weil Trump in seiner Rede sagte, auch der Handelsverkehr mit Europa werde unterbrochen, was der US-Präsident später via Twitter korrigieren musste. Wie das Cover des aktuellen «New Yorkers» zeigt, lässt sich Trumps Blame-Game ziemlich leicht umdrehen, solange es in den Reden und Aussagen des US-Präsidenten so viele Fehler gibt:

Das Cover des aktuellen «New Yorker», gezeichnet von Brian Stauffer, abfotografiert von Viktor Giacobbo.

3. Late-Night vs. Corona:

Von Late-Night-Hosts wie Stephen Colbert, Jimmy Fallon und Seth Myers heisst es, sie werden ihre Shows ab nächster Woche bis Ende März einstellen. Eigentlich schade, denn gerade jüngst sind viele von ihnen in Sachen Corona-Humor zu Hochform aufgelaufen. Weiterhin auf Sendung bleibt Trevor Noahs «Daily Show», die aktuell so etwas wie der Goldstandard in Sachen Corona-Humor darstellt. Bereits vor einigen Tagen hat Noah den Trailer zu einem Horror-Film vorgestellt, in dem Trump – «ein Mann immun gegen Information» – die Hauptrolle spielt:

4. Und die Schweizer?

Schweizer Berufshumoristen halten sich mit Witzen zum Corona-Virus noch immer stark zurück. Immerhin hat sich jüngst Patti Basler mit einem Corona-Video an ihre Fans gewandt, um für ihre nächsten Auftritte zu werben, die vielleicht noch stattfinden können:

Andere Schweizer Komiker blicken – angesichts von abgesagten Vorstellungen – einer Zwangspause ins Auge, etwa Hazel Brugger. Die 26-Jährige hat nun auf Twitter angekündigt, dass sie während der Virus-Epidemie vorübergehend einen Jobwechsel erwägt. Oder besser gesagt: Sie bietet an, schulpflichtige Kinder von Eltern in medizinischen Berufen zu betreuen.

Wenn die Schweizer Berufskomiker ihre Vorstellungen absagen oder anderen Tätigkeiten nachgehen, müssen wir uns mit dem handgemachten Humor aus dem Netz begnügen. Wobei der gar nicht so schlecht ist, wie das folgende, vielleicht etwas zu brutalistische Beispiel zeigt:

Werden über WhatsApp gerne verschickt: Hans und Rosi. Wer sich hinter dem Pseudonym Fellow verbirgt, konnte nicht ermittelt werden.
Werden über WhatsApp gerne verschickt: Hans und Rosi. Wer sich hinter dem Pseudonym Fellow verbirgt, konnte nicht ermittelt werden.

5. Die Sache mit dem Home Office:

Haben wir bald einen Humor-Notstand, wenn Berufskomiker anderen Tätigkeiten nachgehen oder in den Ausstand treten? Wir können beruhigen: Im Netz und in den TV-Archiven haben sich bereits beträchtliche humoristische Notvorräte angesammelt, die nach der Schliessung der Schulen aktueller sind als jemals zuvor – wie das folgende Beispiel aus dem längst abgesetzten SRF-Format «Querdenker» zeigt.

Einige wird das an die folgende Home-office-Szene erinnern, die 2017 auf BBC zu sehen war. Damals platzten die Kinder des amerikanischen Polit-Analysten Robert Kelly mitten in eine Live-Schaltung. Zur Freude von Millionen YouTube-Usern. Es wird jetzt wieder stark geteilt, da sich viele von uns für die nächsten Wochen ins Home office verabschieden:

6. Hamsterkäufe:

Hamsterkäufe sind noch immer ein grosses Thema des Corona-Humors. Sehr gut gefiel uns in diesem Zusammenhang die folgende Zeichnung des Karikaturisten Theo Moudakis, die zunächst im «Toronto Star» erschien:

Humoristisch nicht abgeneigt sind wir auch gegenüber Kochrezepten, was mit all dem gehamsterten Klopapier geschehen könnte:

7. Für Anspruchsvolle:

«Corona Lisa»: Das Meme wird im Netz vor allem auf Instagram stark geteilt. Urheber unbekannt.

Wenn Ihnen alles Bisherige zu seicht war, gefällt Ihnen vielleicht die Virusliteratur. Deutschlandfunk Kultur hat auf Twitter unter diesem Hashtag zur Sammlung von «hygienebewussten Buchtiteln in Zeiten von Corona» aufgerufen. Twitter-User haben darauf zahlreiche Titel von Literatur-Klassikern parodiert. Hier unsere Favoriten:

1. «Effi Niest», sehr frei nach Theodor Fontane, Vorschlag des Twitter-Users dtrabert

2. «Räuber Rotzenplotz», Vorschlag von Alexander Faschon.

3. «Naokos Röcheln», sehr frei nach Haruki Murakami, ein weiterer Vorschlag von Alexander Faschon.

4. «Anna Coronina», vielleicht genau so tragisch wie die Vorlage von Tolstoi, Vorschlag des Twitter-Users horstseehofer3.

5. «Die Liebe in den Zeiten des Corona», inspiriert von Gabriel García Márquez, Vorschlag von Sabrina Železný.

6. «Harry Potter und das Hamstern des Schreckens», ein weiterer Vorschlag von Sabrina Železný.

7. «Harry Potter und der Keim auf Reisen», noch mehr Neues vom Zauberschüler, diesmal von Zieterow.

8. «Die unerträgliche Leichtigkeit des Keims», Vorschlag des Twitter-Users Humorinstitut.

9. «Der Mensch erscheint im Quarantän», frei nach Max Frisch – ein Vorschlag des Karikaturisten Ruedi Widmer in der «Wochenzeitung».

10. «Moby Sick», eine Waljagd wird in diesem Buch wohl nicht stattfinden - aus Krankheitsgründen, Vorschlag von Twitter-User Mattis.

Bonus: Hören Sie auf die Nonna!

Zur Zeit sieht es so aus, dass wir bis in den April hinein im Corona-Ausnahmezustand zu leben haben. Hier zum Schluss nochmals die wichtigsten Hinweise, um gesund zu bleiben – von einer coolen italienischen Grossmutter.

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