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Le Corbusier und Pfahlbauten kandidieren als Welterbe

Das Unesco-Welterbekomitee berät ab Sonntag in Paris über die Aufnahme weiterer Kultur- und Naturstätten in die Welterbeliste. Le Corbusier und Pfahlbauten dürfen sich Hoffnungen machen.

Einer von drei Corbusier-Bauten in der Schweiz: Maison Blanche in La Chaux-de-Fonds.
Einer von drei Corbusier-Bauten in der Schweiz: Maison Blanche in La Chaux-de-Fonds.
Keystone

Insgesamt sind 37 Stätten weltweit nominiert. Unter der Federführung Frankreichs wollen die Schweiz, Deutschland, Argentinien, Belgien und Japan das Werk des 1965 verstorbenen schweizerisch-französischen Stararchitekten Le Corbusier als Sinnbild des neuen urbanen Bauens auf die Liste aufnehmen lassen.

Von den vorgeschlagenen 19 Corbusier-Bauten stehen drei in der Schweiz: die Maison Blanche in La Chaux-de-Fonds, die Petite Maison in Corseaux und das Gebäude Clarté in Genf. Das Welterbe-Komitee hatte das Corbusier-Dossier bereits 2009 auf der Traktandenliste, wies es aber damals zur Überarbeitung zurück. Diesen Januar reichten die beteiligten Länder einen erweiterten Vorschlag ein.

Mit den prähistorischen Pfahlbauten im Alpenraum ist die Schweiz an einer weiteren Gemeinschafts-Kandidatur beteiligt. Dieses Dossier umfasst 156 Pfahlbau-Standorte, 82 in der Schweiz, je 25 in Deutschland und Italien, 15 in Frankreich, 8 in Österreich und einen in Slowenien. In der Schweiz gibt es derzeit zehn Weltkulturerbe-Stätten. Als letzte erhielten 2009 die Uhrmacher-Städte La Chaux-de-Fonds und Le Locle gemeinsam das vor allem für den Tourismus wertvolle Gütesiegel.

Japan hofft auf bessere Zeiten

Unter den weiteren Vorschlägen für die Welterbeliste fungieren die deutschen Buchenwälder. Vietnam hofft auf eine Aufnahme einer Zitadelle aus der Zeit der Hô-Dynastie im 14. Jahrhundert, Kolumbien auf die Aufnahme seiner traditionellen Kaffee-Anbaugebiete, Kenia wiederum hält seine Seen im Rift Valley für besonders schützenswert.

Nach der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe im Nordwesten Japans steht auch eine historische Stätte in der Region auf der Liste: Die buddhistischen Gebäude, Gärten und archäologischen Stätten in der Gegend von Hiraizumi. Die Region Tohoku verspricht sich von der Aufnahme von Hiraizumi auf die Unesco-Liste einen deutlichen Zuwachs des Tourismus – nach den Zerstörungen durch das Erdbeben der Stärke 9,0 und den anschliessenden Tsunami am 11. März kann das Gebiet Wachstumsimpulse gut gebrauchen.

SDA/dj

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