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Viel Akrobatik und eine Prise Humor

Unter dem Motto «25 Jahre gut» startete die Artistengruppe des Circus Harlekin in die 25. Spielzeit. Über zwei Stunden unterhielt sie das Publikum auf der Thuner Allmend.

Zog das Publikum in den Bann: Der spanische Komiker Tito.
Zog das Publikum in den Bann: Der spanische Komiker Tito.
Patric Mani

Wer sich im Zirkus in die erste Reihe setzt, muss stets mit Überraschungen rechnen. Nicht so im Circus Harlekin: Bereits während der ersten Nummer begab sich am Freitagabend ein Artist ins Publikum und holte einen Mann aus den hinteren Reihen in die Manege. Einen Rückwärtssalto von einem Schleuderbrett aus sollte der Auserwählte vorführen.

Zu seinem Glück scheiterte das Unterfangen – das Holzbrett brach auseinander, als ein Artist den Besucher in die Luft katapultieren wollte. Der ­erleichterte Mann durfte wieder auf seinen Sitz zurückkehren.

Von dort aus erlebte er, wie vier Kamele in der Manege ihre Runden drehten. Um mit den Kamelen die Kunststücke einzuüben, reiste Nicole, die Tochter von Pedro Pichler (vgl. Kasten), extra nach Schweden. Zum Abschluss des Auftritts gesellten sich zwei Lamas dazu und übersprangen die niederknienden Wüstenschiffe.

Wenn ein Clown schrumpft

Immer wieder unterbrach das Clowntrio Les Nicas die Artistik- und Akrobatiknummern. Auch sie holten sich Unterstützung aus dem Publikum. Einen Mann statteten sie mit Plastikkuhhörnern aus und legten ihm eine Glocke um den Hals. Als Euter diente ein aufgeblasener Latex-Handschuh. Begleitet von Glockenklängen, melkte der Nachwuchsclown Lügg die menschliche Kuh.

Später stand der Novize erneut im Mittelpunkt: Als die drei Clowns das Zirkusorchester auf Steeldrums begleiten wollten, beschwerte sich Lügg über sein Instrument. Viel zu klein sei es. Clown Pedro fackelte nicht lange, führte den Jüngling hinter den Vorhang und passte ihn an die Grösse des Instruments an. Die abgesägten Beine unter dem Arm, traten die beiden wieder hervor. Nach der Darbietung pumpte der ältere Clown Lügg auf seine ursprüngliche Grösse auf.

Salti in luftiger Höhe

Traditionelle Zirkusnummern erwarteten das Publikum vor allem im zweiten Teil der Premiere. Das Duo Lagroni aus Tschechien führte einen rasanten Kleiderwechsel vor. Einmal durch einen schwarzen Sack gestiegen, und schon erschien die Frau in einem neuen Gewand.

Zum ­Abschluss des Jubiläumsprogramms reizten sieben Schleuderbrettakrobaten die volle Höhe des Zirkuszelts aus. Sich mehrfach um die eigene Achse drehend, katapultierten sie sich bis wenige Zentimeter unters Dach. Mit Standing Ovations ­bedankte sich das Publikum für die Vorstellung.

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