Zum Hauptinhalt springen

Ein deutsch-französischer Farbenrausch

«Von Matisse zum Blauen Reiter»: Das Kunsthaus Zürich lädt mit einer Expressionistenschau zum ersten Blockbuster der Saison.

Das grosse Vorbild Paul Cézanne: «Grosses pommes», um 1891/92.
Das grosse Vorbild Paul Cézanne: «Grosses pommes», um 1891/92.
The Metropolitan Museum of Art, New York, Legat
Damals wie heute ein heikles Sujet: Erich Heckels«Mädchen mit Puppe», 1910. Serge Sabarsky Collection, Courtesy Neue Galerie New York
Damals wie heute ein heikles Sujet: Erich Heckels«Mädchen mit Puppe», 1910. Serge Sabarsky Collection, Courtesy Neue Galerie New York
Nachlass Erick Heckel / 2013 ProLitteris, Zürich
Henri Matisse:«Intérieur d'atelier», um 1903-1904.Tate, Legat Lord Amulree, 1984
Henri Matisse:«Intérieur d'atelier», um 1903-1904.Tate, Legat Lord Amulree, 1984
Succession H. Matisse, Paris / 2013 ProLitteris
1 / 14

Und wieder: ein Schrei im Kunsthaus. Nach dem von Munch, der bis vor wenigen Wochen im Bührlesaal regierte, ist dessen Urheber diesmal: Kees van Dongen. Der Franzose mit holländischen Wurzeln hat mit «Modjesko», seinem in Rot-Gelb gehaltenen Porträt eines Transvestiten mit grellroten Lippen und üppigem Décolleté, ein ebenso heiteres wie treffsicheres Sinnbild für die Bohème des frühen 20. Jahrhunderts gemalt. Das Werk ist der wunderbare Auftakt der gestern eröffneten Ausstellung «Expressionismus in Deutschland und Frankreich». Erstmals präsentiert wurde es 1908 in der Pariser Galerie Bernheim-Jeune, über die Max Pechstein im selben Jahr schrieb: «Es sind hier immer famose Ausstellungen, und man kann da so seine Beobachtungen machen.»

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.