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Blumenstrauss mit Penis

Ab wann sollen Kinder aufgeklärt werden? Schadet ihnen verfrühte Sexualkunde? Diesen Fragen ging der gestrige «Club» nach. Leider wurden nicht alle beantwortet.

Der Holzpenis! Die Plüschvagina! Damit begann vor drei Jahren die hitzige Diskussion um Sexualerziehung für Primarschule und Kindergarten. Der Kanton Basel-Stadt hatte einen Koffer mit Aufklärungsmaterial für Schulen vorgestellt. Darin: Ein Buch mit Abbildungen von Geschlechtsteilen und besagte Modelle primärer Geschlechtsteile. Der Sexkoffer sorgte für rote Köpfe. Von unnötiger Sexualisierung der Kinder war da die Rede, von pornografischem Material.

Eltern und rechtskonservative Politiker lancierten darauf die Initiative «Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule». Die Forderungen: Sexualkunde solle es nur für Schüler ab neun Jahren geben. Zwischen dem neunten und dem zwölften Lebensjahr soll dieser Unterricht freiwillig sein. Danach wären obligatorische Lektionen zu Fortpflanzung und Entwicklung möglich. Diese Regeln sollen zudem in der Bundesverfassung verankert werden. Die Initiative kam zustande, das Volk wird darüber abstimmen.

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