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Das grösste Talent? Mittelmass!

Wallscrapers: 4 von 5 Sternen! Wallscrapers klingt definitiv cooler als Turnverein Eien-Kleindöttigen. Auch das, was diese zehn Frauen und Männer tun, ist cooler als das, was ein Turnverein in der Regel so tut. Die Akrobatik auf dem Trampolin kommt frisch und innovativ daher, und man kann sich die Truppe gut in einem kleineren Zirkus oder an einem Volksfest vorstellen. Um den Titel «Grösstes Schweizer Talent» zu verdienen, sollten die Wallscrapers in Sachen Dramaturgie und Feintuning noch einen Zahn zulegen. Dann wirds richtig cool. mk Bewertungssystem: 1 Stern: Nagelstudio-Einweihung, 2 Sterne: Quartierfest, 3 Sterne: Regionalzirkus, 4 Sterne: Swiss Awards, 5 Sterne: Stadiontour.
Flavio Rizzello: 2 von 5 Sternen! Niemand bestreitet, dass Flavio Rizzellos Interpretation des Amy-Winehouse-Hits «Valerie» im Halbfinale gut klang. Niemand bestreitet, dass Flavio für einen 10-Jährigen gut singt. So richtig von den Sitzen aber reissen  die  Künste des Fünftklässlers aus Thalwil niemanden. So bleibt Flavios einziger echter Trumpf in der Finalsendung der  Jö-Faktor. Und der ist, nüchtern betrachtet, leider zu wenig für ein «grösstes Schweizer Talent». fs
Coloro: 4 von 5 Sternen! Alles fängt gut an: Die drei Akrobaten stehen in weissen Overalls auf der Bühne, die Musik ertönt. Je nachdem, wie sich die Darsteller gegenseitig berühren, verfärbt sich ihre Kleidung im Takt der Musik rot, blau, gelb, grün. Das ist natürlich keine Zauberei, sondern perfekt getimte Lichtkunst. Was hingegen noch nicht perfekt getimt ist: die Dramaturgie des  Auftritts.  Einzelne Effekte sind zu langatmig, eine eigentliche Steigerung gibt es nicht – knapp nicht «das grösste Schweizer Talent», aber mit viel Entwicklungspotenzial. stc
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