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Das Schweizer Fernsehen im Serienfieber

Es soll nicht bei «Der Bestatter» bleiben: Das Schweizer Fernsehen plant weitere Serienproduktionen. Eine soll im Glarnerland spielen. Als möglicher Hauptdarsteller wird der Berner Marcus Signer gehandelt.

Kann verschnaufen: «Der Bestatter» kriegt ein Serien-Gspändli.
Kann verschnaufen: «Der Bestatter» kriegt ein Serien-Gspändli.
SRF

Leutschenbach ist im Serienfieber. Die fünfte Staffel der Erfolgsserie «Der Bestatter» ist derzeit in Produktion und kommt nächstes Jahr auf den Sender. Die Quoten des ermittelnden Totengräbers Luc Conrad sind nach wie vor hoch.

Auch die vierte Staffel erreichte pro Folge weit über 600 000 Zuschauer. Das Schweizer Fernsehen will das gut funktionierende Genre nun weiter ausbauen. Urs Fitze, Bereichsleiter Fiktion beim SRF, meint dazu: «Unser Ziel ist es, pro Jahr zwei schweizerische Serien im Programm zu haben.»

Eine zweite Serie steht nun kurz vor der Umsetzung. Letzte Woche hatte die Zeitung «Süd­ostschweiz» publik gemacht, dass die Produktion mit dem Arbeitstitel «Wilder» im Glarnerland spielen wird. In den Regionen Klausenpass und Urnerboden hat die Produktionsfirma ­C-Films bereits nach geeigneten Drehorten Ausschau gehalten.

Die Serie soll von einer Polizistin handeln, die in ihre Heimat zurückkehrt und dort in eine dunkle Geschichte verwickelt wird. Die renommierte Schweizer Produktionsfirma C-Films hat unter anderem auch den Swissair-Film «Grounding» und «Schellen-Ursli» gedreht.

Favoriten bekannt

Beim SRF gibt man sich noch zugeknöpft zum Projekt. Bestätigt wird einzig, dass im November die Dreharbeiten beginnen und die Serie 2018 ausgestrahlt werden soll. Gemäss gut informierten Kreisen ist der Auswahlprozess beim Casting aber schon weit fortgeschritten, obwohl ein definitiver Entscheid noch fehlt.

In der Poleposition stehen Marcus Signer (51), bekannt aus dem Film «Der Goalie bin ig», und Sarah Spale-Bühlmann (36), die unter anderem in der SRF-Serie «Tag und Nacht» mitspielte. Beide Schauspieler gelten als Charakterdarsteller.

Sie spielten schon gemeinsam im Schweizer Tatort «Geburtstagskinder». Die Favoriten für die Hauptrollen deuten darauf hin, dass «Wilder» etwas rauer und düsterer ausfallen dürfte als «Der Bestatter» mit dem gemütlichen Luc Conrad, gespielt von Mike Müller.

Kein «Bestatter»-Ersatz

Für den «Bestatter» hat «Wilder» keine direkten Auswirkungen. Urs Fitze sagt dazu: «Aktuell wird die fünfte Staffel gedreht, und wir sind mit dem bisher gesehenen Material sehr zufrieden.» ­Parallel dazu arbeiten mehrere Autoren bereits an einer sechsten Staffel.

Laut Fitze wird nach Ausstrahlung der fünften Staffel im Februar 2017 definitiv entschieden, ob eine weitere Staffel produziert wird. «Der Bestatter» ist also noch nicht am Ende, aber es gerät langsam in Sicht. Hauptdarsteller Mike Müller hat schon mehrfach erklärt, dass er aufhören wolle, solange es noch Spass mache.

Beim SRF entwickelt man deshalb weitere Serienstoffe, mehrere Ideen sind in der Entwicklung weit fortgeschritten. Zu ihnen ­gehört auch eine Serie Namens «Private Banking», von der es in Presseberichten hiess, sie sei ­begraben.

Fitze dementiert: Der Stoff über eine Schweizer Privatbank in Schwierigkeiten interessiere SRF nach wie vor. «Das Thema ist und bleibt von grosser ­Relevanz für die Schweiz. Ein Autorenteam schreibt erste Drehbücher zu diesem Projekt.» Danach entscheiden die Verantwortlichen, ob das Serienfieber am Leutschenbach anhält.

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