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Deutschlands klügster Quassler

Der 32-jährige Moderator Jan Böhmermann zeigt, wie man gutes Fernsehen macht.

Jan Böhmermann ist 32 und reif fürs Fernsehen. Aber ist das Fernsehen reif für ihn? Man müsse halt warten, bis die Alten wegsterben, sagt er. Und meint damit Gottschalk, Jauch, Lanz, Pflaume, Pilawa – die Moderationsdinosaurier. «Mal sehen, wen es zuerst trifft», fügt er mit einem Grinsen zwischen Spott und Unschuld an. Lächeln und dabei dem Gegenüber auf den Schlips treten – das dürfte auch in seiner neuen Sendung aufgehen. Das «Neo Magazin», von Böhmermann selbst als das «wohl dümmste TV-Format» bezeichnet, startet heute Abend um 23 Uhr auf ZDFneo. Einmal mehr muss sich Böhmermann mit einem Spartensender begnügen, während die Dinosaurier im Hauptprogramm zu sehen sind.

Dabei hat Böhmermann längst gezeigt, was er kann. Erstmals als 15-Jähriger im Regionalfernsehen. Schon damals nahm er den Mund ziemlich voll: Bei einem Zuckerwatte-Wettessen belegte er den ersten Platz und zeigte gleich, was ihn ausmacht: Böhmermann ist ehrgeizig und sich für nichts zu schade, solange es der Unterhaltung dient. Als Nachrichtensprecher bei Radio Bremen half ihm aber aller Ehrgeiz nichts. Sein Problem: Alles, was er sagte, klang ironisch.

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