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Ernie und Bert feiern

Vor 45 Jahren eroberten die frechen Puppen der «Sesamstrasse» das Fernsehen und brachten pädagogischen Schwung auf den Bildschirm.

Kult: Ernie und Bert.
Kult: Ernie und Bert.
zvg

Ernie und Bert haben Grund zur Freude: Die «Sesamstrasse» feiert Geburtstag. Vor 45 Jahren, am 8. Januar 1973, flimmerte die deutsche Adaption der amerikanischen «Sesame Street» zum ersten Mal über die Bildschirme.

In rund 2800 Folgen erklang ­seitdem das berühmte Titellied «Wer, wie, was? Wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt, bleibt dumm!» – es wird zwar inzwischen von Lena Meyer-Landrut gesungen, doch das Konzept der Sendung ist unverändert: Der Mix aus Trickfilmen, Erklärbeiträgen und Puppensketchen mit dem lustigen Grobi, dem kekssüchtigen Krümelmonster oder der Schnecke Finchen soll belehren und amüsieren.

Vorbild Werbespots

Bereits 1969 hatte die Sendung mit den von Jim Henson erdachten Puppen im US-Fernsehen Premiere. Die Machart der «Sesame Street» orientierte sich an der TV-Werbung mit ihren kurzen, unterhaltsamen und oft wiederholten Spots – es ging darum, Kindern mittels Fernsehen etwas beizubringen. Auch im deutschsprachigen Fernsehen war die Zeit damals reif für neues Kinderfernsehen, denn nicht zuletzt die Studentenbewegung hatte neue pädagogische Konzepte ins Gespräch gebracht.

Als jedoch am 8. Januar 1973 die deutsche Adaption der «Sesamstrasse» startete, die aus amerikanischen und eigens gedrehten Beiträgen gemixt war, stiess sie erst mal auf Skepsis. Doch bald war der Siegeszug der Puppenshow nicht aufzuhalten – und heute ist sie für viele ­Erwachsene eine innig geliebte Kindheitserinnerung.

Helene sang mit Ernie

Zu den Publikumslieblingen gehören derzeit das pfiffige Schaf Wolle und sein einfältiger Freund Pferd. Ausserdem bekommt die «Sesamstrasse» regelmässig Besuch von Gaststars – in der Weihnachtszeit sang Helene Fischer mit Ernie und Bert «Lass es schnei’n». Mittlerweile gilt die Sendung als erfolgreichstes Kinder-TV-Format der Welt, läuft in etwa 150 Ländern, wobei es jeweils landestypische Besonderheiten gibt. So tritt im US-Fernsehen zurzeit die rothaarige Julia auf, eine Puppe mit Autismus – in den deutschen Ausgaben ist sie bislang noch nicht zu sehen.

«Sesamstrasse»: nächste Folge am Montag, 8. 1., 8 Uhr, Kika.

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