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Für Zoff ist gesorgt

Es ging heiss zu und her in Thailand. Nicht nur einige der «Bachelor»-Kandidatinnen zeigten viel nackte Haut.

Die Bernerin Nicole bekommt eine Rose von Bachelor Clive.
Die Bernerin Nicole bekommt eine Rose von Bachelor Clive.
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Alle drei Berner Kandidatinnen erhielten eine Rose und sind somit eine Runde weiter: Die 22-jährige Praxisangestellte Nicole punktete vor allem mit Natürlichkeit, die 21-jährige Sachbearbeiterin Jane beeindruckte durch ihre Fähigkeit, trotz immens langer Fingernägel angenehm massieren zu können, und das 21-jährige Fitnessmodell Amanda Muessli imponierte mit ihrer dreisten Art. Sie drängte eine Konkurrentin einfach zur Seite und begann an deren Stelle, eng an Bachelor Clive gekuschelt zu tanzen. Dieser sorgte bei den Kandidatinnen für grosse Begeisterung. Oder wie Jane aus Biel es ausdrückte: «Er flasht mich total. Es hat Bäm gemacht.»

Der 26-jährige Aargauer wirkt tatsächlich sehr sympathisch. Sein Unterhaltungspotenzial ist allerdings nicht ganz so gross wie dasjenige des legendären Bachelors Vujo Gavric. Sprüche à la: «Im Jacuzzi, ohne Badekleider, viel Schaum und ein bisschen Sekt, das ist sehr intim. Da kann man wirklich besser miteinander reden», solcherlei ist von ihm nicht zu erwarten. Dafür wirkt Clive zu überlegt.

Laut Kommentatorenstimme hat er auch mehr zu bieten «als einen Traumkörper und ein hübsches Gesicht». Nein, wir reden hier nicht von inneren Werten. Clive hat Geld, darum geht es. Seit zwei Jahren ist er ein sehr erfolgreicher selbstständiger Finanzberater. Das dürfte den «Ladys», wie die 20 Kandidatinnen konsequent genannt werden, gefallen.

Der Kommentator ist ja im Grunde die heimliche Hauptperson beim «Bachelor». Wie er die Beteuerungen aller Beteiligter süffisant unterläuft, sie seien nur auf der Suche nach der Liebe und überhaupt nicht an nationaler Aufmerksamkeit interessiert, das ist hohe Kunst. Zum Beispiel, wenn Clive erklärt, er sei sehr sensibel und habe Mühe, Gefühle zu zeigen. Da kommentiert die Stimme aus dem Off: «Kann jemand die harte Schale knacken? Ihre Knackwerkzeuge haben die Kandidatinnen auf jeden Fall dabei.» Dazu sind Bilder zu sehen, wie die Teilnehmerinnen ihre «Knackwerkzeuge» ins beste Licht rücken.

Alles auf Konflikte angelegt

Die Rollen unter den Kandidatinnen sind schon nach der ersten Folge überdeutlich verteilt: Mia aus Zürich ist die Unruhestifterin, die kein Blatt vor den Mund nimmt. Ihr neustes Tattoo unter dem rechten Auge sagt «Angel?». In der Sendung wirkt Mia eher wie das Gegenteil. Ihr Lieblingsopfer ist die Luzernerin Fabienne, welcher sie bei jeder Gelegenheit ihre Verachtung spüren lässt: «Was, du und modeln?!», fragt sie etwa.

Aber vielleicht ist auch alles ganz anders. Als der Bachelor seine Rosen verteilt, macht Mia ein Gesicht wie ein kleines Mädchen, das sich etwas ganz fest wünscht. Man möchte sie am liebsten in den Arm nehmen und ihr sagen, dass alles gut wird. Und Fabienne ist offenbar noch bei anderen Teilnehmerinnen unbeliebt. Was steckt wohl dahinter? Sicher ist: Sowohl Mia als auch Fabienne haben eine Rose erhalten, der Zickenkrieg kann also in der nächsten Folge ungestört weitergehen.

«Der Bachelor»: montags, 20:15 Uhr, 3+.

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