Zum Hauptinhalt springen

«Game of Thrones» wie «Herr der Ringe» – leider

Wie viele Intrigen, Gewalt und Unzucht gabs diesmal? Redaktion Tamedia bespricht die neuste Staffel des Serienhits «Game of Thrones». Heute: Folge 9.

SPOILERALARM: NUR WEITERLESEN, WENN MAN EPISODE 9 VON STAFFEL 4 GESEHEN HAT.

Was ist passiert? Die aktuelle Episode ist schnell rekapituliert: Die Wildlinge griffen die Mauer an. Und die Nachtwache verteidigte die Mauer. Das wars. Die Macher der Serie haben sich entschieden, eine ganze Episode dem Ansturm zu widmen. Dazu warf man alles, was man an CGI-Budget zur Verfügung hatte, in die Waagschale. Das mag man toll finden (die Schlacht vor King's Landing wurde wegen des zu kleinen Budgets noch ausgeblendet), aber man mag darüber auch die Nase rümpfen. Denn: Sind solche ausufernden Schlachten nicht besser in «Herr der Ringe» aufgehoben? Mich jedenfalls überkam nach 60 Minuten Feuer, Pfeilgewitter, Rammböcken und Mammuts ein Gefühl der Unzufriedenheit. Zumal die Schlacht ja nicht einmal entschieden war. Plot-Twists und listige Dialoge gabs nicht. Bloss ein bisschen Drama, als Ygritte in den Armen von Jon Snow starb. Schade allerdings um die tolle Figur und Schauspielerin (Rose Leslie). Nun, der Verzicht, die anderen Handlungsstränge weiterzuerzählen, bedeutet, dass diese allesamt in der letzten Episode, also nächstes Mal, aufgenommen werden müssen. Somit dürften wir in den Genuss einer geballten Ladung Cliffhanger kommen. Und danach ein Jahr auf die Fortsetzung warten… Es graut einem schon jetzt davor.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.