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Haldimann überraschend aus SF herausgedrängt

Ueli Haldimann, interimistischer Direktor des Schweizer Fernsehens (SF), verlässt das Unternehmen. Er wird sich beruflich neu orientieren. Über den Grund für seinen Weggang wird spekuliert.

Ueli Haldimann verlässt SF. Das hat das Unternehmen heute Freitagnachmittag bekannt gegeben. Haldimann wolle sich beruflich neu orientieren.
Ueli Haldimann verlässt SF. Das hat das Unternehmen heute Freitagnachmittag bekannt gegeben. Haldimann wolle sich beruflich neu orientieren.
Keystone
Seine SF-Karriere startete er beim Kassensturz. Danach gings zu «10vor10», wo er 1993 für ein Jahr Redaktionsleiter war. Von 1994 bis 1997 war Haldimann Chefredaktor der «SonntagsZeitung».
Seine SF-Karriere startete er beim Kassensturz. Danach gings zu «10vor10», wo er 1993 für ein Jahr Redaktionsleiter war. Von 1994 bis 1997 war Haldimann Chefredaktor der «SonntagsZeitung».
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Von 2002 bis 2009 war der 56-Jährige Chefredaktor und leitete die Abteilung Information. Von 2004 bis 2009 amtierte er als stellvertretender Fernsehdirektor, seit 2009 und bis Ende 2010 ist er interimistischer SF-Direktor.
Von 2002 bis 2009 war der 56-Jährige Chefredaktor und leitete die Abteilung Information. Von 2004 bis 2009 amtierte er als stellvertretender Fernsehdirektor, seit 2009 und bis Ende 2010 ist er interimistischer SF-Direktor.
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Der frühere SF-Chefredaktor Haldimann amtiert seit 2009 und noch bis Ende 2010 als interimistischer SF-Direktor. Auf den 1. Januar 2011 ist der heutige Radiodirektor Rudolf Matter vom SRG- Verwaltungsrat in das Amt des «Superdirektors» von Radio und Fernsehen gewählt worden.

Haldimann verzichte auf eine Rückkehr ins Amt des Chefredaktors, schreibt das Schweizer Radio (SR) in einer Medienmitteilung.

Haldimann selbst erklärt in einem Schreiben (siehe links), das Redaktion Tamedia vorliegt, ihm sei zugesichert worden, dass er nach Ablauf des Interims-Amtes wieder die Aufgabe als TV- Chefredaktor übernehmen könne. Matter habe nun «klar zum Ausdruck gebracht», er wolle die Stelle mit einer neuen Person besetzen.

«Nicht auf Rückkehr bestehen»

«In dieser Situation» habe er sich entschieden, «nicht auf der mir zugesicherten Rückkehr zu bestehen». Die Zusammenarbeit mit dem Regionaldirektor und der neuen Geschäftsleitung wäre unter den gegebenen Umständen wenig erfolgversprechend. Was er künftig tun will, entscheidet der 56-Jährige nach eigenen Angaben in den nächsten Monaten.

Von 2002 bis 2009 amtierte Haldimann als SF-Chefredaktor und leitete die Abteilung Information. Von 2004 bis 2009 war er zudem stellvertretender Fernsehdirektor.

Karriere beim Kassensturz gestartet

Haldimann hat Geschichte und Publizistik studiert und arbeitete von 1977 bis 1985 als freier Journalist. Seine Karriere beim Schweizer Fernsehen startete er bei der Sendung Kassensturz. Fünf Jahre später wurde er stellvertretender Redaktionsleiter von «10vor10» und 1993 für ein Jahr Redaktionsleiter.

1994 verliess er das Unternehmen Richtung «SonntagsZeitung». Drei Jahre später musste er diese wieder verlassen, weil er die Publikation einer nicht korrekt wiedergegebenen Aussage von Christoph Blocher verteidigt hatte. Von hier gings für ein Jahr als Newskoordinator zum Schweizer Fernsehen, bevor er Chefredaktor der Pendlerzeitung «Metropol» wurde. Nachdem das Gratisblatt von «20 Minuten» verdrängt wurde, wechselte Haldimann erneut zum Fernsehen.

SDA/dj/bru

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