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Hannibal kann mich mal

Der Serienjunkie ist genervt. Eine hochgelobte Serie hält nicht, was sie verspricht.

Stefanie Christ

Ich bin genervt. Nicht nur, dass mich nach elf Monaten Vorfreude der Adventszauber nun völlig kalt lässt, auch der neue Serienhit zündet keine emotionalen Lamettabomben. Dabei habe ich mich wirklich gefreut auf «Hannibal». Super gespielt, schwärmte eine Arbeitskollegin. Zuweilen nicht zum Hinsehen, so blutig, aber spannend und ästhetisch ansprechend. Solche Vorschusslorbeeren lassen das Herz eines Serienjunkies höher schlagen!

Und jetzt das: Ich finde «Hannibal» nicht gut. Auch nicht schlecht, aber halt nur durchschnittlich. Die Serie mit Stars wie Mads Mikkelsen und Laurence Fishburne giesst Altbekanntes auf. Da versetzt sich ein verschrobener FBI-Berater in die Köpfe von Mördern. Das kennen wir doch von «Profiler» oder «Criminal Minds»! Da gibts wahnsinnig schöne, wahnsinnig langsame Detailaufnahmen von spritzenden Hirnfetzen oder fliegenden Kugeln zu sehen. «CSI» all over again! Und da ist ein Psychopath, der zwar Menschen umbringt, aber doch irgendwie sympathisch wirkt. Hallo, «Dexter»?

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