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Helden braucht das Land

Klar, weinen darf jeder. Tut ab und zu ja auch ganz gut. Aber die wachsende Schar schniefender Helden in Fernsehserien treibt das Tränenspiel zu weit.

So, fertig rumgeflennt! Wo sind die taffen Männer und Frauen geblieben, die Grosses leisten, ohne ständig mit feuchten Augen am Fenster zu stehen und in die Weite zu starren? Keine Angst, das ist keine Kritik am Weltgeschehen, sondern an der Schauspielleistung von Serienstars. Es häufen sich heroische Szenen, in denen Schauspieler das tiefe Innere ihrer Figur aus den Tränendrüsen pressen. Zum zeigen: Ich bin unbeirrt und mutig, aber auch ich besitze Gefühle.

Natürlich dürfen Helden weinen, wenns passt, aber alle fünf Minuten, wie es Kerry Washington als Olivia Jones in «Scandal» tut? Oder Jared Padalecki alias Sam Winchester in «Supernatural»? So verliert die ausdrucksstarke Geste jegliche Aussagekraft. (Warum rufen die Regisseure eigentlich nicht «cut»?)

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