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Mini-Innovationen beim SF im 2009

Das Schweizer Fernsehen will in Zukunft noch mehr «zu de lüüt». Ausserdem kriegt «Benissimo» ein neues Outfit und «Al dente» wird «sinnlicher». Das verriet Unterhaltungschefin Gabriela Amgarten beim Medienfrühstück.

Gute Laune frühmorgens in Oerlikon: Das Schweizer Fernsehen lud zum zweiten Mal zum Medienfrühstück. Vertreter der verschiedenen SF-Unterhaltungs-Redaktionen referierten über vergangene und zukünftige Projekte – und sparten dabei nicht mit Eigenlob.

Abteilungsleiterin Gabriela Amgarten sprach zwar zuerst von einem «durchzogenen Start» ins Jahr 2008: Die Quizsendung «Zart oder Bart?» wurde abgesetzt und auch das «Städteduell» war nur mässig erfolgreich. Auf die Schlager des SF kam sie aber schnell zu sprechen: Mit «Giacobbo/Müller» habe das SF einen Volltreffer in der Satire landen können, der ausserdem praktisch keine Kritik auf sich gezogen habe. Auch «Über Stock und Stein» lobte Amgarten als «Quotenbolzer» und erklärte stolz, die «Landfrauenküche» werde wohl auch ins Ausland verkauft. Und natürlich blieben «Die grössten Schweizer Hits» nicht unerwähnt. Toni Wachter, scheidender Redaktionsleiter Events, verwies auf das Zusammenstossen mehrerer Generationen in der Sendung: «Wir haben mit den ‹grössten Schweizer Hits› – im Rahmen des Möglichen – etwas bewegt.»

«Fehler machen gehört zum kreativen Geschäft»

«Wir haben extrem viel selber entwickelt», zeigte sich Gabriela Amgarten mit der TV-Bilanz zufrieden. Und auch die Qualitätsbeurteilung der SF-Unterhaltung habe in den letzten Jahren stetig zugenommen. Dass hin und wieder Formate nicht funktionieren, sei quasi Berufsrisiko: «Fehler machen gehört zum kreativen Geschäft.»

Die kleinen Neuerungen, die Amgarten und die Redaktionsleiter dann ankündeten, setzen jedoch vor allem auf Altbewährtes: Das SF will künftig noch mehr «zu de lüüt». Etwa mit einem neuen Format am Freitagabend: In der Doku-Soap «Familiensache» werden in sechs Teilen drei aussergewöhnliche Familien porträtiert. Und im Sommer gehts wieder raus: 10 mal will SF am Sonntagabend live aus diversen Regionen der Schweiz senden. «Vergleichbar mit ‹Bsuech in…›», so Tom Schmidlin, «nur grösser und länger.»

Kleine Modifikationen

Bei «1 gegen 100», der neuen Quizsendung, die man erfolgreich «eingeschweizert» habe, steht zudem Anfang 2009 ein erstes Promi-Special an. Und zum zehnjährigen Jubiläum von «Total Birgit» ist ein Auftritt einer Figur aus Birgit Steineggers Show in «Samschtig Jass» geplant.

Bei erfolgreichen Formaten kommt es zu leichten Modifikationen: «Al dente» erhält ein leicht verändertes Konzept. Dass Sven Epiney als Moderator ausgetauscht wird, blieb jedoch nur ein Scherz am Rande von Sybille Marti, Verantwortliche für Quiz und Spiele. Tatsächlich soll es neue Spielrunden, ein anderes Dekor und neue Aufgaben für die Kandidaten geben und insgesamt «sinnlicher» werden. Auch bei «Benissimo» steht im Herbst 2009 ein Relaunch an. Gemäss Yves Schifferle wird aber am Konzept nicht herumgeschraubt. Ändern soll sich Dekor, Signet und Musik.

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