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Mit Mystery und Drama in den Serienherbst

Für Serienfans beginnt nun die schönste Zeit des Jahres: Gleich 17 neue Serien starten im US-Fernsehen. Hier sind die vielversprechendsten.

Wenn kommenden Sonntag die Emmys verliehen werden, gibt es einige Déjà-vus. «Mad Men» könnte zum fünften Mal in Folge zum grossen Abräumer werden beim wichtigsten Fernsehpreis der USA. 17 Mal stehen Don Draper und Co. auf der Nominationsliste, gleichauf mit «American Horror Story». Auch in der Königskategorie «Beste Dramaserie» gilt «Mad Men» als Favorit und tritt gegen «Boardwalk Empire», «Breaking Bad», «Downton Abbey», «Game of Thrones» und «Homeland» an.

Ob die neuen Herbstserien 2012 das Potenzial haben werden, diese bewährten Serien bei den Emmys 2013 vom Thron stürzen zu können? Insgesamt 17 neue Produktionen starten in diesen Wochen im US-Fernsehen. Es ist wenig völlig Überraschendes im Stil von «Mad Men» dabei, aber zumindest ein paar vielversprechende Serien, die es auch ins deutschsprachige Fernsehen schaffen könnten. Fans von Mystery und Abenteuer jedenfalls dürften auf ihre Kosten kommen.

Allen voran bei «Revolution», die heute Montag auf NBC startet. Die Szenerie mutet seltsam an: Die Strassen New Yorks sind völlig überwachsen, die Menschen leben wie anno dazumal. Es fahren keine Autos mehr, die Telefone und das Internet sind tot, denn Strom gibt es ebenfalls keinen. Grund dafür war ein Blackout vor 15 Jahren, das die Welt völlig lahmlegte. Ein Mann, der mutmasslich etwas damit zu tun hatte, wird erschossen, sein Sohn entführt. Es folgen ein Kampf zwischen lokalen Herrschern und Freiheitskämpfern sowie die Suche nach Gerechtigkeit. Eine Hauptrolle spielt dabei eine junge Frau, die Tochter des erschossenen Mannes. Die Ausgangslage klingt vielversprechend, zumal hinter der Serie Eric Kripke («Supernatural») sowie die Produktionsfirma von JJ Abrams («Lost») stehen.

Teuflisches New York

Übernatürliche Dinge geschehen derweil bei «666 Park Avenue» . Dabei beginnt alles ganz harmlos: Ein junges, erfolgreiches Paar zieht in eine Hammerwohnung in der New Yorker Upper East Side. Die beiden können ihr Glück kaum fassen: Sie fühlen sich wie im Himmel auf Erden und können sich nicht vorstellen, weshalb jemand freiwillig aus so einer tollen Wohnung ausgezogen ist. Bald wünschen sie sich, sie hätten nie einen Fuss in das Haus gesetzt.

Im Cast mit dabei sind unter anderem Terry O'Quinn («Lost»), Vanessa Williams («Desperate Housewives»), Dave Annable («Brothers and Sisters»), sowie Rachael Taylor («Grey's Anatomy»). Ein Redaktor von Serienjunkies hat die Serie bereits gesehen. Sein Fazit: «Im Screening konnte ‹666 Park Avenue› noch nicht ganz überzeugen. Zu glatt und in einer zu typischen ABC-Hochglanz-Mystery-Optik kommt der Pilot daher.» 3,5 von 5 Sternen gibt es dennoch, «da Potenzial besteht». Start ist am 30. September auf ABC.

Tagsüber Playboy, nachts Robin Hood

Eine weitere sehenswerte Neuserie könnte «Arrow» sein, die am 10. Oktober auf The CW startet. Sie handelt von einem schwerreichen Playboy, der nach einem Schiffsunglück auf einer Insel landet und erst fünf Jahre später wieder gefunden wird. Hier startet die Serie. Was auf der Insel geschehen ist, weiss niemand und will auch niemand wirklich wissen. Sicher ist bloss: Oliver Queen ist nicht mehr der Mensch, der er früher einmal war. So wahrt er tagsüber den Schein und gibt den Lebemann von früher, während er nachts auf eine Mischung von Robin Hood und Batman macht und gegen das Böse kämpft – mit Pfeil, Bogen und beeindruckendem Sixpack.

Gekämpft wird auch in «Last Resort» auf ABC, allerdings mit etwas grösserem Geschütz: Die Besatzung eines U-Bootes weigert sich, einen Atombombenangriff durchzuführen. Stattdessen setzt sich die Crew auf eine Insel ab und erklärt sich kurzerhand zur unabhängigen Atommacht. Die Pilotfolge hat übrigens «James Bond 007 – Casino Royale»-Regisseur Martin Campbell gedreht. Zu sehen ist sie am 27. September auf ABC. Am selben Tag startet «Elementary» auf CBS mit einer Neuauflage von Sherlock Holmes. Der scheint genauso exzentrisch wie Robert Downey Jr. An seiner Seite ist jedoch kein männlicher Watson, sondern eine Frau: Lucy Liu.

FOX setzt auf die Ärzte-Serie «The Mob Doctor». Grace ist eine junge, hübsche Herzchirurgin in Chicago. So weit, so «Grey’s Anatomy». Grace ist aber «not a typical doctor», wie sie selber von sich sagt, sondern arbeitet nebenbei als Ärztin der Mafia. Nicht ganz freiwillig, denn ihr Bruder hat sich bei den finsteren Typen verschuldet. Die Serie startet ebenfalls heute Montag. Mit einer ebenso jungen, hübschen Anwältin geht CBS am 28. September ins Rennen, die sich in einer schicken New Yorker Anwaltskanzlei behaupten muss. Klingt nach einer nicht ganz so frischen Idee, aber in einer Hauptrolle von «Made In Jersey» ist Kyle MacLachlan zu sehen. Seine wichtigsten Serien erreichten allesamt Kultstatus: «Twin Peaks», «Sex and The City» oder «Desperate Housewives». Der amerikanische Serienherbst kann also kommen.

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