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Raubtier mit Krawatte

Kevin Spacey lächelt, intrigiert und mordet sich auch durch die zweite Staffel von «House of Cards», der exzellenten Politserie aus Amerika.

Underwood folgt einem Erfolgsrezept: Pragmatismus ohne Skrupel.
Underwood folgt einem Erfolgsrezept: Pragmatismus ohne Skrupel.
Keystone
Seine Verkörperung gefällt auch Obama: Spacey am Treffen der Korrespondenten des Weissen Haus. (27. April 2013)
Seine Verkörperung gefällt auch Obama: Spacey am Treffen der Korrespondenten des Weissen Haus. (27. April 2013)
Keystone
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«Wenn die Gewalt sich mehr Zeit lässt, wird sie zur Macht.» Elias Canetti

Das Unerwartete ereignete sich an einem Herbstabend in New York City, in der ausverkauften «Radio City Music Hall» in Midtown Manhattan: Kevin Spacey sang. Im blauen Hemd und mit schütterem Haar. Mit eigenschaftslosem Gesicht und voller Inbrunst. Ohne einen Anflug von Ironie oder Distanz, aber auch ohne Kitsch oder falsche Demut. Der Schauspieler sang das Stück «Mind Games» von John Lennon, als habe er nie etwas anderes getan. Er schien jeden Moment zu geniessen. Es war der 2. Oktober 2001, drei Wochen nach den Anschlägen vom 11. September und eine Woche vor Lennons 61. Geburtstag.

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