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Renitente Rentner

Ist Roger Schawinski zu alt fürs SF? Oder anders gefragt: Haben gewisse Prominente ein Pensions-Problem? Und wenn ja - welche?

Roger Schawinski wills mit 66 nochmals wissen und kehrt zum SF zurück, wo er eine eigene Talkshow bekommt. Prompt wurde dem notorischen SF-Kritiker ein Glaubwürdigkeitsproblem unterstellt. Häme erntete Schawinski auch wegen seines Alters. Die «NZZ» schreibt: Kaum je geht ein Journalist ins Gedächtnis der Menschheit ein. Schon die nächstfolgende Generation interessiert sich wenig dafür, wer vor ihr in den Medienarenen gekämpft und gesiegt hat. Kann man also mit dem Namen Schawinski junge Leute locken?

Ist Schawinski zu alt für einen Wiedereinstieg beim SF? Hätte man, wie die «NZZ» weiter schreibt, besser einem jungen Journalisten wie Reto Brennwald eine Chance geben müssen? «Als man das Pensionsalter im vorletzten Jahrhundert einführte, lag die Lebenserwartung bei 44 Jahren. Bald wird sie doppelt so hoch sein», sagte Schawinski vor ein paar Monaten im Redaktion Tamedia-Interview zum Thema Altersguillotine: «Wenn man sich die demografische Entwicklung anschaut, bleibt keine andere Wahl, als länger zu arbeiten.»

Schutz vor sich selbst

Dass ein Babyboomer sich für das drohende Loch in der Staatskasse verantwortlich fühlt, ist lobenswert. Gerade bei Prominenten scheint bisweilen aber auch ein weiterer Grund bei der Pensionsverweigerung mitzuspielen: die Angst, nicht mehr im Rampenlicht zu stehen, und den Applaus des Publikums zu verlieren. Für sie ist die Pension eine Autobahn in die Vergessenheit. Also klammert man sich am Posten fest – nicht ahnend, dass man den Menschen auf die Nerven geht. Und dass man den eigenen Ruf mit jedem weiteren Jahr im Amt ramponiert.

Ob Roger Schawinski zu den renitenten Rentnern zählt, sei dem Urteil des Einzelnen überlassen – wie auch die weiteren Beispiele, die wir in der Bildstrecke zeigen. Falls Ihnen andere Pensionskandidaten einfallen, bitte unten eintragen.

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