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Summen war gestern

Es gibt Serien, die lohnen sich schon allein wegen des Soundtracks. Werden die Songs nicht gesummt, hat man sogar eine Chance, die Titel herauszufinden.

Ich kann mich noch genau erinnern: Es war 1998 in einer «Ex Libris»-Filiale, und vor mir stand ein grosser, dünner Mann und summte. Nicht aus Langeweile, sondern weil er hoffte, die Verkäuferin erkenne den Song. Er hatte ihn am TV gehört und wollte unbedingt die CD kaufen. Da sich sein musisches Talent allerdings in Grenzen hielt, konnte ihm niemand weiterhelfen.

Heute müsste der Summer bloss sein Handy zücken. Wenn ich mir eine Serie anschaue, liegt mein Smartphone jedenfalls immer in Griffnähe und mit ihm die «Shazam»-App. Wird ein toller Song gespielt, kann ich den Knopf drücken und – schwupps! – zeigt mir das Programm den Titel an. Bei Serien wie «The Sopranos», «Californication» oder «Sons of Anarchy», deren melancholisch-rockigen Soundtracks meine Playlists beherrschen, artet das mitunter in Stress aus. Viel Zeit, die Musik zu filtern, bleibt einem ja nicht zwischen all den Dialogen.

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