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TV-Kritik: Die Angst des Kommentators vor dem Elfmeter

Die Casting-Show «Einer wie Beni» sucht den neuen Thurnheer – und findet etwas viel Besseres: Extrem untalentierte - und richtig gute Fussballkommentatoren.

Mit Castingshows ist es wie mit Miss-Wahlen: Man mag sie inflationär bedingt nicht mehr verfolgen. Schon gar nicht, wenn sie in ähnlicher Form schon mal bei einem ausländischen Sender zu sehen waren, was meistens der Fall ist. Doch am Castingshow-Horizont zeichnet sich ein Hoffnungsschimmer ab. Zwar nicht beim SF, aber immerhin beim SSF, dem Schweizer Sportfernsehen, wo sonst Fans von Volleyball und Frauenfussball auf ihre Kosten kommen.

Nicht gerade die erste Adresse für grosse Unterhaltungskisten – oder schon? Immerhin hat der Spartensender Showmaster Beni «Benissimo» Thurnheer zu einem Seitensprung verführen können. Seine Aufgabe: Als Jurypräsident seinen eigenen Nachfolger als Fussballkommentator zu casten. Nun könnte man darüber streiten, ob das ein bisschen grössenwahnsinnig oder überhaupt ein verfolgenswertes Ziel ist oder nicht, aber lassen wir das – denn wie heisst die Weisheit, die so gut zu Castingshows passt: Der Weg ist das Ziel.

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