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Vollbad im Kakerlakenhaufen

Die ganz grossen 16 Tage im Trash-TV-Jahr stehen vor der Tür: Am Freitag startet die zwölfte Staffel der RTL-Show «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!».

Bunter Haufen: Die «Dschungelcamp»-Kandidaten, Version 2018.
Bunter Haufen: Die «Dschungelcamp»-Kandidaten, Version 2018.
zvg/RTL
«Die Leute, die mich kennen, wissen, dass ich das Camp wahrscheinlich aufmischen werde», sagt Reality-TV-Veteran Matthias Mangiapane (34).
«Die Leute, die mich kennen, wissen, dass ich das Camp wahrscheinlich aufmischen werde», sagt Reality-TV-Veteran Matthias Mangiapane (34).
zvg/RTL
«Ich mag keine Spinnen, keine Ratter oder Viecher», klagt Schauspielerin Sandra Steffl.
«Ich mag keine Spinnen, keine Ratter oder Viecher», klagt Schauspielerin Sandra Steffl.
zvg/RTL
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Wenn sich abgehalfterte Möch­tegernpromis mit verzweifelten Reality-TV-Sternchen ans Lagerfeuer setzen und über heruntergewürgte Känguruhoden oder Vollbäder in Kakerlakenhaufen fachsimpeln, sind das Zeichen.

Eindeutige Zeichen dafür, dass jene 16 Tage des Jahres angebrochen sind, auf die ganze Heerscharen von Fans jeweils sehnsüchtig warten. Rund 8 Millionen Menschen im deutschsprachigen Raum schauen sich die RTL-Ekelshow «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!» (Ibes) an.

2016 war Ibes in Deutschland die ­erfolgreichste TV-Show überhaupt, knapp vor diversen Formaten mit Schlagerkönig Florian Silbereisen.Das Konzept der Sendung ist simpel: Zwölf halbwegs bekannte Individuen reisen in den austra­lischen Dschungel, werden dort gegen Gagen zwischen 40 000 und 200 000 Euro in ein Lager ­gesperrt und rund um die Uhr ­gefilmt.

Sie streiten, intrigieren, manchmal knutschen sie auch. Und dazwischen absolvieren sie sogenannte Dschungelprüfungen, bei denen sie zum Beispiel mit Spinnen überschüttet werden oder undefinierbaren Schleim trinken müssen. Die Zuschauer entscheiden per Voting, wer zu diesen Prüfungen antreten muss und wer nach Hause fahren muss. Nach zwei Wochen bleibt ein Kandidat übrig: der neue Dschungelkönig.

Wer mit Schleimtrinken, Känguruhodenessen oder ganz ge­nerell ein Problem hat, geht zu Dr. Bob. Der Dschungelarzt ist der heimliche Star der Show. Er liess kürzlich verlauten, dass sich Teilnehmerinnen mit grossen Brüsten ebendiese häufig waschen sollen, da sich wegen des feuchten Klimas Pilzinfektionen ausbreiten könnten.

«Wichtig ist Respekt. Da kann dann auch mal einer furzen oder rülpsen, wenn er nett zu den anderen ist.»

Natascha Ochsenknecht

Der amtierende Dschungelkönig kennt dieses Problem nicht. 2017 holte sich Sänger Marc Terenzi den zweifelhaften Titel. Seine Nachfolge möchten ab Freitag unter anderen der frühere Bundesliga-Fussballer Ansgar Brinkmann, Sänger Sydney Youngblood, Model Tatjana Gsell oder Natascha Ochsenknecht antreten.

Ihr Promistatus begründet sich allein im Fakt, dass sie die Ex-Frau von Schauspieler Uwe Ochsenknecht ist. Die 53-Jährige sagte im Vorfeld: «Wichtig ist Respekt. Da kann dann auch mal einer furzen oder rülpsen, wenn er nett zu den anderen ist.»

Man kann das alles ganz furchtbar finden, ja. Man kann die Sendung aber auch einfach anschauen, sich köstlich amüsieren. Und an das Magazin «Der Spiegel» denken, das Ibes einmal so beschrieben hat: «Das Dschungelcamp ist eine selbstironische Hölle, in der zwölf Ex-Irgendwasse eine ziemlich letzte Chance ­bekommen, sich zu blamieren oder auf den Radar irgendeiner Öffentlichkeit zurückzukehren.»

«Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!»:1. Show Freitag, 19. Januar, 21.15 Uhr, RTL. Danach täglich, 22.15 Uhr.

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