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Abraham der Grosse

Kein Präsident wird von den Amerikanern so verehrt wie Abraham Lincoln. Steven Spielberg hat die letzten vier Monate seines Lebens verfilmt: sprachlich virtuos, dazwischen aber schwer und pathetisch.

Von Daniel Day-Lewis grossartig interpretiert: Der Präsident als ungebeugter Melancholiker. (Foto: Dreamworks)
Von Daniel Day-Lewis grossartig interpretiert: Der Präsident als ungebeugter Melancholiker. (Foto: Dreamworks)

«Ich würde lieber bleiben», sagt er in seinem hohen, leicht singenden Tonfall, «aber es ist wohl Zeit, zu gehen.» Er schraubt sich aus seinem Sitz zu seiner ganzen, schlaksigen Grösse, montiert den Hut, den die Karikaturisten fast so lieben wie den Bart, der sein Gesicht gefangen hält, und geht durch die Tür. Die Kamera folgt seiner Silhouette, hält im Flur inne und lässt ihn die Treppe hinuntersteigen. Es ist der 14. April 1865; Abraham Lincoln, der 16. Präsident der Vereinigten Staaten, verlässt das Weisse Haus in Washington und den Film von Steven Spielberg.

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