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Allein unter Blaumännern

Die Schlümpfe kehren mit «Smurfs: The Lost Village» zurück auf die Kinoleinwand. Diesmal aber bleiben sie brav in ihrer Welt. Na ja, beinahe.

Anders als in den ersten beiden Filmen des Schlumpf-Reboots unternehmen die blauhäutigen Zipfelmützenträger diesmal keinen Ausflug zu den Winslows in die Menschenwelt. Statt für einen Realfilm mit animierten Elementen haben sich die Macher von Columbia Pictures und Sony Pictures Animation im dritten Teil für ein vollständig computergeneriertes 3-D-Abenteuer entschieden.

An den Produktionskosten änderte sich dadurch wenig. Das geschätzte Budget liegt wie bei den Vorgängern bei gut 100 Millionen US-Dollar. Geboten bekommt man dafür ein kurzweiliges visuelles Spektakel mit gut gemeinter Botschaft und einem geradlinigen, ziemlich vorhersehbaren Plot.

Ähnlich wie schon in «The Smurfs 2» steht auch in «Smurfs: The Lost Village» Schlumpfine (Originalstimme: Demi Lovato; deutsch: Nora Tschirner) im Mittelpunkt. Das einsame Mädchen in Schlumpfhausen, das einst von Gargamel (Rainn Wilson; Christoph Maria Herbst) aus einem Klumpen Lehm erschaffen wurde, um den Jungs den Kopf zu verdrehen und den bösen Zauberer auf ihre Fährte zu führen, leidet darunter, dass sie keine eigene Bestimmung hat.

Anders als in den ersten beiden Filmen unternehmen die Schlümpfe in «Smurfs: The Lost Village» keinen Ausflug in die Menschenwelt.

Während Schlaubi (Danny Pudi; Axel Stein) clever ist, Hefti (Joe Manganiello; Rick Kava­nian) stark und Clumsy (Jack McBrayer; Tim Oliver Schulz) sich dadurch hervortut, dass er sich stets so fürchterlich ungeschickt anstellt, scheint das einzig Besondere an Schlumpfine zu sein, dass sie ein Mädchen ist.

Wie sich herausstellt, ist sie aber nicht mal das einzige. Im verbotenen Wald stossen Schlumpfine und ihre Freunde auf ein ganzes Dorf voller Schlumpf-Mädchen. Bis es jedoch so weit ist und die Identitätssuche der weiblichen Hauptfigur eine neue Richtung nimmt, müssen die kleinen Kreaturen ­etliche gefährliche Prüfungen bestehen.

Mitten im magischen Wald

Alles fängt damit an, dass die vier Schlümpfe sich heimlich aus ihrem Dorf schleichen und einem fremden Schlumpf die Mütze vom Kopf ziehen, ehe sie kurz darauf in die Fänge Gargamels ge­raten. Zwar gelingt es ihnen, dem fiesen Zauberer zu entkommen. Aber da hat der längst herausgefunden, dass die Zipfelmütze zu einem Schlumpf gehört, der in einem verlorenen Dorf mitten im magischen Wald lebt. Obwohl ­Papa Schlumpf (Mandy Patinkin; Heiner Lauterbach) den vier Ausreissern erst einmal Stubenarrest verpasst, bleibt ihnen gar nichts anderes übrig, als sich auf die ­Suche nach dem geheimnisvollen Dorf zu machen, um deren Bewohner vor Gargamel zu warnen.

Schlagfertig – wenig originell

So zeitgemäss die von den Drehbuchautorinnen Stacey Harman und Pamela Ribon («Vaiana») erdachte Geschichte um Freundschaft, Toleranz und Selbstfindung auch daherkommt, so wenig originell ist sie zugleich. Erfrischend sind neben einigen schlagfertigen Dialogen vor allem die von Regisseur Kelly Asbury («Shrek 2») farbenprächtig inszenierten Begegnungen im verbotenen Wald. Dort haben die Blumen Augen, es leuchten die Hasen, und putzig-kecke Feuerfliegen machen ihrem Namen alle Ehre. Vor allem in 3-D bereitet dieser irrwitzige Kinotrip auch ohne die realen Winslows ein wunderbares Vergnügen.

/i>«Smurfs:The Lost Village»: Der Film läuft ab Donnerstag im Kino.

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