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Aufstieg zur Mode-Ikone

Lupita Nyong'o erobert Hollywood: Die mit dem Sklavendrama «12 Years a Slave» bekannt gewordene Kenianerin begeistert Beobachter – auch mit ihrer farbenfrohen Garderobe.

«Das herausragende frische Gesicht dieser Saison» für das «New York Magazine»: Schauspielerin Lupita Nyong'o an den NAACP Image Awards in Pasadena, Kalifornien. (22. Februar 2014)
«Das herausragende frische Gesicht dieser Saison» für das «New York Magazine»: Schauspielerin Lupita Nyong'o an den NAACP Image Awards in Pasadena, Kalifornien. (22. Februar 2014)
Danny Moloshok, Reuters
Die NAACP zeichnet herausragende Leistungen von Afro-Amerikaner in Film, Musik und Literatur aus: Nyong'o hält ihre Trophäe für ihre Nebenrolle in «12 Years a Slave». (22. Februar 2014)
Die NAACP zeichnet herausragende Leistungen von Afro-Amerikaner in Film, Musik und Literatur aus: Nyong'o hält ihre Trophäe für ihre Nebenrolle in «12 Years a Slave». (22. Februar 2014)
Arnold Turner, Keystone
Lupita Nyong'o bei einem Anlass für die Oscars in Beverly Hills. (10. Februar 2014)
Lupita Nyong'o bei einem Anlass für die Oscars in Beverly Hills. (10. Februar 2014)
Matt Sayles, Keystone
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Zu den Golden Globes in Rot, zu den britischen BAFTA-Filmpreisen in Giftgrün und zur US-Talkshow von Jimmy Fallon in Lila: Mit einer farbenfrohen Palette von glamourösen Roben hat die Schauspielerin Lupita Nyong'o beim diesjährigen Reigen der Preis-Galas aufgetrumpft. Innerhalb weniger Wochen stieg die 30-Jährige, nun bekannt aus dem Sklavenfilm «12 Years a Slave», von der vielversprechenden aber weitgehend unbekannten Schauspielerin zu Hollywoods neuem Star auf.

Als «das herausragende frische Gesicht dieser Saison», feierte das «New York Magazine» die Kenianerin. Die Zeitung «USAToday» attestierte ihr geradezu «aristokratische Feinheit».

Nyong'os Aufstieg war so selbst von Experten nicht vorhergesehen worden. Die Kenianerin fiel in ihren wenigen Theater- und Filmengagements bislang eher durch ernsthafte bis dramatisch-traurige Rollen auf.

Sie habe sich vor dem Erfolg von «12 Years a Slave» auch nie wirklich mit Mode beschäftigt, sagte Nyong'o: «Ich habe nie Modemagazine gekauft und hatte nie wirklich eine Ahnung von dieser Branche. Ich habe einfach immer nur angezogen, was ich wollte.»

Mode als Kunstform entdeckt

Die «grossartige Stylistin» Micaela Erlanger stecke hinter ihrem Aufstieg zum Stil-Liebling, gibt Nyong'o gerne zu. Erlanger verwandelte die zierliche Frau mit dem strahlenden Lächeln in einen Hingucker auf roten Teppichen und brachte sie in die wichtigsten Mode- und Lifestyle-Magazine der Welt.

Ihre wichtigsten Tricks: Knallroter Lippenstift und quietschbunte, aber stets elegante Roben. «Ich lerne inzwischen auch, es wertzuschätzen, dass Mode Kunst ist», sagte Nyong'o, die inzwischen schon die Filmpreise Screen Actors Guild und Critics Choice Award für ihre Rolle in «12 Years a Slave» gewann.

Das Leben der 30-Jährigen hat sich wohl insgesamt stark verändert. Geboren wurde die Tochter eines kenianischen Politikers in Mexiko und wuchs als zweites von sechs Kindern der wohlhabenden Familie in der ostafrikanischen Heimat ihres Vaters auf.

Zum Studium zog sie in die USA, arbeitete an mehreren Filmen mit und wurde an der Schauspielfakultät der Universität Yale angenommen. «12 Years a Slave«-Regisseur Steve McQueen bekam ein Video von ihr zu sehen - und war überwältigt, wie er sagte. Nyong'o hatte die Rolle.

Unaufgeregter Umgang mit Ruhm

Die Geschichte, wie sie danach ihren Vater anrief und ihm von dem Erfolg berichtete, ist eine von Nyong'os liebsten. «Ich sagte «Daddy, kennst du Brad Pitt? Ich werde gemeinsam mit ihm in einem Film zu sehen sein». Und er sagte: «Ich kenne ihn nicht persönlich, aber ich bin froh, dass du einen Job bekommen hast.»

Es ist eine der wenigen privaten Anekdoten, die Nyong'o von sich preisgibt. Ansonsten versucht sie alles, um ihr Privatleben aus der Öffentlichkeit herauszuhalten. «Ich weiss nicht warum», sagt die inzwischen im New Yorker Stadtteil Brooklyn lebende Kenianerin: «Aber ich will diesen Teil sehr vertraulich und klein halten.»

Die allergrösste Bühne steht ihr noch bevor: Bei der Oscar-Verleihung am 2. März hat Nyong'o Chancen auf eine Trophäe als beste Nebendarstellerin. Ihre Chancen werden angesichts starker Konkurrenz als eher gering eingeschätzt.

Der Preis für das beste Outfit scheint dem Liebling der Style-Kritiker jedoch fast schon sicher - dabei wisse sie noch gar nicht, was sie anziehen werde, sagte Nyong'o: «Ich bin einfach nur begeistert, dass ich nominiert bin, und dass ich hingehen darf.»

SDA

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