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Der böse, böse Gastrokritiker

Nächste Woche startet in den Kinos der Film «Chef». Einmal mehr wird in dieser «Foodporno-Komödie» der Restauranttester als grösster Feind des Kochs gezeigt.

Der Küchenchef Carl Casper (Mitte, mit Blatt) kann deutlich mehr, als Eier mit einem Klacks Kaviar zu servieren.
Der Küchenchef Carl Casper (Mitte, mit Blatt) kann deutlich mehr, als Eier mit einem Klacks Kaviar zu servieren.
PD

Natürlich ist er unrasiert, hat er eine Wampe und fettiges, zurückgekämmtes Haar. Und er lässt sich gern zu einer teuren Flasche Rotwein überreden, die er am Ende nicht bezahlt. Die Rede ist vom Restaurantkritiker Ramsey Michel in der Feelgoodkomödie «Chef».

Der Film von Jon Favreau erzählt die Geschichte des Szenekochs Carl Casper aus Los Angeles, der nur diejenigen Gerichte zubereiten darf, die der Restaurantbesitzer ihm vorschreibt. Dabei wird er tief unglücklich, hätte er doch ­einiges mehr drauf als bloss Eier mit Kaviar­klecksen zu dekorieren. So sieht man dann auch, wie er privat Käsesandwiches oder Spaghetti zubereitet – alles in foodpornografischen Grossaufnahmen. Als dann Casper vom besagten Kritiker und Foodblogger Michel auch noch in die Pfanne gehauen wird, hat er genug. Er verlässt die Stelle, macht endlich auf Kumpel mit seinem Sohn im Teen­ager­alter, der bei der Mutter lebt. Und die nächsten dreissig Minuten sehen wir Casper und seinen Jungen im Glück: als Betreiber eines Foodtrucks. Er wird also sein eigener Chef. Bis dann ganz am Schluss.

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