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Der eigenwillige Deutsche

Er schickte ein Schiff über einen Berg – und ass für eine Doku seinen Schuh. Regie-Berserker Werner Herzog ist ein Phänomen im Filmzirkus, sein neuer Film erneut ein Highlight.

Jürgen Prochnow, Armin Müller-Stahl, Roland Emmerich: Es gibt einige Deutsche, die es im US-Filmbusiness geschafft haben. Der wichtigste unter ihnen, Werner Herzog, geht in dieser Aufzählung oft vergessen. Dabei hat ihn das «Time Magazine» 2009 zu einer der hundert einflussreichsten Persönlichkeiten der Erde erklärt, als einzigen Deutschen neben Angela Merkel. Und – kulturgeschichtlich fast noch bedeutender – er wurde in «Die Simpsons» mit einem gezeichneten Gastauftritt geehrt.

Herzogs künstlerische Berühmtheit basiert zu einem grossen Teil auf einem einzigen Bild – seit er in «Fitzcarraldo» mitten im peruanischen Regenwald einen Flussdampfer über einen Berg ziehen liess und so eine der grossen Ikonographien der Filmgeschichte schuf. Ja, Herzog dreht eigentlich keine Filme, sondern wuchtet Bilder auf die Leinwand. Und natürlich war da auch Schauspiel-Psychopath Kinski, seine Nemesis, sein «liebster Feind».

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