Zum Hauptinhalt springen

Der Fälscher

Tom Kummer erfand fabrikmässig Interviews mit Hollywoodstars. Zehn Jahre nach dem Skandal erscheint nun ein Dokumentarfilm über ihn.

Seine Interviews waren brilliant, aber leider allesamt erstunken und erlogen: Tom Kummer im Jahr 2000.
Seine Interviews waren brilliant, aber leider allesamt erstunken und erlogen: Tom Kummer im Jahr 2000.
Keystone

Medien lügen. Manchmal lügen sie ganz unschuldig, wie etwa die Fotografie. Auf Fotos sieht Tom Kummer fast immer zum Fürchten aus: brutal wie ein Soldat. Doch spricht man mit ihm, ist ein ganz anderer Mensch da: Der Mann redet so nervös, wie jemand, der dauernd kleine Stromstösse bekommt.

Ruhelos, fast gefoltert – den Eindruck eines elektrischen Aals ohne Schutz gegen die eigenen Stromstösse transportiert eine Fotografie nicht. Sie zeigt das pure Gegenteil: Kummers Gesicht, lang, streng, steinern und wuchtig wie einer der Riesenköpfe von den Osterinseln. Aber wie steht es mit der bewegten Kamera? Schafft es ein Dokumentarfilm, Tom Kummer näher zu kommen?

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.