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Der Schattenmann

Drastisch, dunkel und packend: Mit seinem Langfilmdebüt «Até ver a luz» wandelt der Westschweizer Basil Da Cunha auf den Spuren von Alejandro Gonzalez Inarritu.

«Nachtschwärmer» in Lissabon: Sombra (Pedro Ferreira) tappt im Film «Até ver a luz» ebenso im Dunkeln wie der Zuschauer.
«Nachtschwärmer» in Lissabon: Sombra (Pedro Ferreira) tappt im Film «Até ver a luz» ebenso im Dunkeln wie der Zuschauer.
zvg

Ein heruntergekommener Hinterhof. Abfallberge. Hie und da zieren Graffiti eine baufällige Wand. In dieser Gegend trifft sich ein zusammengewürfelter Haufen von Männern, die nicht der Kategorie «Traumschwiegersohn» zugerechnet werden: Kleinkriminelle, Gelegenheitskiller, Drogendealer.

Der Beginn von «Até ver a luz» erinnert etwas an Alejandro Gonzalez Inarritus Drama «Biutiful» (2011, mit Javier Bardem). Aber was wir hier sehen, ist nicht Barcelona, sondern Lissabon. Hier ist Olos (João Veiga) der Boss. Und Olos ist einer, der gerne Kopfstösse verteilt, einer, dem man lieber nichts schuldet. Genau das tut aber Sombra (Pedro Ferreira). 300 Euro zählt der Fehlbetrag. Doch nicht nur deshalb blicken Sombras Augen traurig in einen Alltag voller Härte und Gewalt. Da ist auch seine Angewohnheit, ausschliesslich nachts die Umgebung zu durchstreifen. Einzig zu seinem Haustier, einem Gecko, vermag er eine Beziehung aufzubauen.

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