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Die Agentin des Herzens

Der «Heidi»-Film von Alain Gsponer zieht malerische Bergbilder auf den mythischen Rahmen. Aber die Umsetzung lebt auch von einer schlauen Modernisierung.

Da streichelt eine Kinderhand über hochgewachsene Gräser. Wo sind wir denn hier, im erleuchteten Kino von Terrence Malick? Aber nein, jetzt sehen wir es, das ist die Pocahontas der Schweizer Alpen. Wir nennen sie das Heidi und bringen es nicht mehr heraus aus dem, was die einen das kollektive Seelenleben nennen und die anderen das helvetische Traumbild, wobei beides noch vage genug ist, um davon ausgehend reaktionäre Politik zu betreiben. Deshalb ist das Heidi ja auch ein Es: der Ort des nationalen Unbewussten. Aber das führt jetzt wirklich zu weit, denn zuerst einmal: Ist das alles grün hier! Erhaben kreuzt der Adler am Himmel, und schau dort, die Murmeltiere lugen aus ihren Löchern.

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